22. September 2014

Harry Potter and the Order of the Phoenix

© Bloomsbury
Randinformationen:
Autorin: J. K. Rowling
Seiten: 766
Erschienen: 21.06.2003
Verlag: Bloomsbury
ISBN: 9780747551003

Vorsicht: enthält Spoiler!!

Das wird keine gewöhnliche Rezension, wo ich euch erzähle, ob ich das Buch gut oder schlecht fand und warum. Ich werd euch keine Kritikpunkte etc. aufzählen. Ich liebe die Harry Potter Bücher einfach alle. Da gibt es wirklich keins, was mir nicht gefallen hat aber ab dem 5. Band werden die Bücher immer emotionaler und was "the order of the phoenix" für Emotionen hervorgerufen hat und was mir so alles im Kopf rumschwirrt, möchte ich gerne mich euch teilen.

Ich lese die Bücher zur Zeit noch mal auf englisch, was ich jedem wärmstens empfehlen kann! Es ist nicht schwer zu verstehen - vor allem, weil man weiß, worum es geht. Viele Dinge erschließen sich auch aus dem Kontext heraus, obwohl man einzelne Worte vielleicht gar nicht versteht. Es gibt im Internet zahlreiche Dictionary, die sehr hilfreich für Begriffe sind, die man in einem normalen Wörterbuch nicht findet wie z.B. feststehende Namen.  Wer dagegen ziemlich schwer zu verstehen ist, ist Hagrid. Da kann man nur rätseln, was er wohl sagen will. Er spricht sehr umgangsprachlich und viele Worte sind anders geschrieben und abgekürzt. Meistens ist es allerdings kein großes Problem zu erraten, was er von sich gibt. 
Generell bekommt man ein ganz anderes Lesegefühl, wenn man das Buch im Original liest. Da war niemand dazwischen, der übersetzen musste und alles ist so wie J. K. Rowling es niedergeschrieben hat.
Beim erneuten Lesen der Bücher ist mir vor allem eines sehr positiv aufgefallen: Rowling greift bestimmte vergangene Geschehnisse in jedem Buch noch einmal auf aber sie beschreibt diese dann nicht endlos lang - schließlich sollte jeder, der die nachfolgenden Harry Potter Bände liest, die vorherigen auch gelesen haben. Sie beschreibt die Dinge immer zwischendurch und meistens kurz und knackig, damit man nur schnell wieder daran erinnert wird: "Ach stimmt, so war das."

Jetzt komme ich aber zum eigentlichen Buch - Harry Potter und der Orden des Phönix - und was mich so bewegt hat beim Lesen.
Zunächst einmal gefällt mir die Tatsache, dass die Lehrer im Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste mit jedem Buch wechseln. Voldemort hat den Posten damals nicht bekommen und nun liegt scheinbar ein Fluch darauf. Bisher konnte man sich auch mit jedem Lehrer arrangieren - Professor Lupin ist nebenbei gesagt mein absoluter Liebling. Dolores Umbridge aber kann man nur hassen. Nichts fand ich bisher so schlimm, wie diese Frau.

Diese Frau ist nervtötend. Sie nutzt ihre Macht aus, um andere zu demütigen und zu tyrannisieren, leidet unter Kontrollzwang und verbietet jeglichen Spaß. Ihr Name sagt auch schon alles: "Dolores (Lat.) bedeutet Schmerzen. Die Aussprache des Nachnamens Umbridge lautet ambritsch und klingt genauso wie das engl. Umbrage, was im Deutschen Schatten, Ärgernis bedeutet" (http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Dolores_Umbridge)
Es gibt wirklich keine Person bei Harry Potter, die ich hasse. Manche Figuren mag man eben mehr andere weniger - das ist normal. Jede Figur hat seine eigene Geschichte und Gründe, warum derjenige so ist, wie er ist. Ob es gut oder schlecht ist, sei erstmal dahingestellt,  aber die Hintergründe werden einem meistens klar. Bei Umbridge kann ich es dagegen überhaupt nicht nachvollziehen, warum sie so handelt! Diese Frau hat mich beim Lesen einfach so wütend gemacht, dass ich stellenweise nicht weiterlesen konnte und wäre am liebsten ins Buch gesprungen und hätte der Frau gerne mal meine Meinung gesagt. Aber das geht leider nicht. Könnt ihr das verstehen oder bin ich die einzige Person, die so eine Wut auf Dolores Umbridge hat?

Ebenfalls ins Buch gesprungen wäre ich gerne bei Harry. Dass er angespannt und schnell an die Decke springt, ist sicherlich nachvollziehbar. Er ist sauer, aufgewühlt und unwissend aber er begreift einfach nicht, dass er nicht alleine ist und auch nicht alleine dadurch muss. Als Arthur Weasley verletzt wird, gibt er sich die Schuld dafür und will abhauen und schottet sich letztendlich vollkommen ab. Er ist der Meinung, dass er so alle Menschen um ihn herum schützen könnte - und das ist genau das, was Voldemort will.
Wer weiß, wie ich handeln würde, wenn ich in derselben Situation wäre, aber beim Lesen wollte ich Harry teilweise bei den Schultern packen und durchschütteln, damit er wieder klar im Kopf wird. Was ich dagegen sehr gut von ihm finde ist, dass er sich von Umbridge nicht unterbuttern lässt und nicht aufhört die Wahrheit zu sagen, obwohl sie ihm Schmerzen zufügt.

Super finde ich auch die Parallele zwischen Voldemort und Harry, die einem erst durch die Prophezeiung wirklich bewusst wird. Das ist ein Knackpunkt in der Geschichte, der mich jedes Mal aufwühlt. Und immer frage ich mich wie alles ausgesehen hätte, wenn Voldemort sich für Neville entschieden hätte? Stellt euch das bitte mal vor mit Neville Longbottom! Das hätte auch eine super Geschichte werden können.

Es gibt auch wirklich viele Momente in den Büchern, die traurig sind und einem die Tränen in die Augen schießen, aber der Tod von Sirius ist für mich einer der schlimmsten. Es wird so kurz im Buch beschrieben. Von einer Zeile auf die nächste ist er für immer gegangen. Man kann es gar nicht richtig begreifen und muss weiterlesen, weil drum herum noch so viele andere Dinge geschehen aber man ist todtraurig und kann es überhaupt nicht verarbeiten. 


Diese Szene ist auch im Film sehr gut gelungen. Die Produzenten haben sich nicht lange daran aufgehalten und wie im Buch ist Sirius innerhalb von einer Szene gestorben.

Was mir im Film sehr fehlt ist das Quidditch. Natürlich müssen sie immer irgendetwas rauslassen und "wichtig" ist es in dem Sinne erst mal nicht aber, dass Harry lebenslänglich Quidditchverbot erhält und seinen Feuerblitz nicht mehr benutzen, geschweige denn sehen darf, ist eine Vorwarnung auf das, was mit Sirius passiert. Vielleicht sehe das auch nur ich so, das kann natürlich sein, aber ich verbinde den Feuerblitz mit Sirius, da er derjenige war, der Harry das Geschenk gemacht hat. Und ohne Quidditch fühlt er sich noch einsamer und weiß nicht, was ihn noch hält in Hogwarts, wo ihn derzeit viele für einen Lügner halten. 

Mich haben wirklich viele Dinge in dem Buch bewegt und ich wollte die wichtigsten mit euch teilen. Ich würde gerne wissen, wie ihr das Ganze empfindet? Seht ihr einige Dinge genauso oder komplett anders? Würde mich sehr interessieren, wie andere Personen das Ganze wahrnehmen. Also wenn ihr möchtet, könnt ihr euren Gedanken in den Kommentaren freien Lauf lassen! 

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