20. Oktober 2014

Sebastian Fitzek - Die Therapie

© Knaur
★★
Randinformationen: 
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 332
Erschienen: Juni 2006
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426633090

Klappentext: 
"Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. 
Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit einer Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird.."




Meine Meinung: 
Das Cover ist nichts aussagend und passt auch nicht zum Inhalt; Dennoch gefällt mir die Gestaltung ganz gut. Es ist im Motiv und der Farbgebung sehr schlicht gehalten - es hat mich optisch sehr angesprochen und ich befürchte, dass ich eine Cover-Käuferin bin oder werde.
Der Einstieg in das Buch hat mich ein wenig Zeit gekostet, da ich ziemlich verwirrt war und die Situation überhaupt nicht verstanden habe - Ich nehme allerdings an, dass es Absicht vom Autor war, einen direkt ins kalte Wasser zu schmeißen. Wenn man dann einmal (vermeintlich) durchgeblickt hat, verwandelt sich "Die Therapie" in einen absoluten Pageturner - obwohl die Spannung zu wünschen übrig lässt (dazu gleich mehr). Ich habe für das Buch nur wenige Stunden gebraucht und hatte es somit innerhalb eines Tages durch. 
Die Kapitel sind enorm kurz, sodass man sich denkt: Ok ein Kapitel geht noch, und bevor man sich versieht, ist man schon am Ende angelangt. Die Sprache ist zudem ziemlich einfach gehalten und die Sätze sind relativ kurz - sind aber nicht abgehackt und stören in keinster Weise den Lesefluss!

© Knaur
Müsste ich diesen Thriller mit zwei Worten beschreiben so wären es: mysteriös und geheimnisvoll. Das trifft es genau auf den Punkt. Der Leser hat überhaupt keine Ahnung, was vor sich geht und wie sich alles auflösen könnte. Bei manchen Geschichten hat man immer wieder neue Ideen, wie die Auflösung aussehen könnte - Hier war ich bis zum Schluss völlig unwissend. Ich konnte mir nicht vorstellen, was mit Josy passiert und wo sie jetzt sein könnte. Es wird mit jeder Seite immer verrückter und mysteriöser! 
Obwohl ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, würde ich nicht behaupten, dass es spannend war. Das Spannungslevel war durchgehend auf einem Niveau. Was mich gepackt hat, war viel mehr meine Neugierde. Das ist absolut kein negativer Kritikpunkt - ich hatte mir von einem Psychothriller nur etwas anderes vorgestellt.
Ich hoffe, ich verrate nicht zuviel, wenn ich euch sage, dass das Ende zwei Wendungen hat. Obwohl ich von einigen gehört habe, dass sie diese Wendungen vorhersehbar fanden, muss ich für meinen Teil sagen, dass es für mich total überraschend und unerwartet kam. Das Ende ist schon etwas krank und ziemlich verflochten aber passend zur Geschichte. Es wäre wohl auch kein Psychothriller, wenn es nicht etwas abnormal wäre. 

Fazit: 
Die Bewertung fällt mir diesmal etwas schwerer als sonst. Es war definitiv ein lesenswertes Buch aber so hundertprozentig konnte es mich nicht überzeugen. Das ist so ein Buch, was einen noch Tage lang verfolgt. Ich habe gehört, dass Fitzek's Therapie sein schwächster Roman sein soll; umso mehr bin ich jetzt auf seine weiteren Werke gespannt und für einen Debüt-Roman war es für den Anfang schon mal nicht schlecht. Letztendlich tendiere ich wohl dazu "Die Therapie" mit 3,5 von 5 Sternen zu bewerten, um seinen anderen Thrillern Luft nach oben zu geben! 

Kommentare:

  1. ich glaube das muss ich lesen :D

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  2. Ich habe schon viel Gutes davon gehört. Wie ist der Gruselfaktor? Wird es eklig oder brutal? Würdest du es einem Thriller-Anfänger anvertrauen?

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    1. Brutal oder ekelhaft ist es überhaupt nicht. Es ist eher verwirrend und verstrickt, aber ich denke es ist ein guter Thriller für einen Anfänger :) Der Gruselfaktor ist immer eine sehr subjektive Angelegenheit. Ich persönlich fand es nicht gurselig, aber ich bin von Horrorfilmen auch viel gewohnt. Es ist jetzt aber nichts übernatürliches, weshalb ich den Gruselfaktor als niedrig bezeichnen würde.

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