3. November 2014

[Rezension] Cassandra Clare - City of Bones

© Arena

Über das Buch
Autor/in: Cassandra Clare
Originaltitel: City of Bones
Seiten: 504
Verlag: Arena 
Erschienen:27. März 2007
Preis: 10,00€ (Klappenbroschur); 6,95€ (Hörbuch); 8,99€ (eBook)
ISBN: 9783401502601


    Inhalt    
Clary dachte sie sei ein ganz normales Mädchen bis ihre Mutter spurlos verschwindet und sie mit unbeantworteten Fragen zurück lässt. Ihr bisheriges Leben scheint eine einzige Lüge zu sein und zusammen mit ihrem besten Freund Simon und dem geheimnisvollen Jace versucht sie ihre Mutter und Antworten auf ihre Fragen zu finden. Dabei taucht sie immer tiefer in eine Welt voller Schattenwesen und -jäger ein und merkt, dass sie ein größerer Teil dieser Welt zu sein scheint als ihr lieb ist. Mit der Zeit verschwindet der Zauberglanz und Clarys zweites Gesicht treibt immer mehr an die Oberfläche heran. 
Meine Meinung
Das Cover - Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es mag oder nicht. Es ist sehr beladen aber farblich schlicht gehalten. Vielleicht liegt es auch am Farbton, dass ich unschlüssig bin, denn die anderen Teile dieser Reihe finde ich um einiges schöner, obwohl sie vom Aufbau her gleich aussehen - nur die Farbe unterscheidet sich. Den Buchrücken finde ich dagegen sehr schön und da das das einzige ist, was im Bücherregal zusehen ist, spielt es hier kaum noch eine Rolle, wie das Cover gestaltet ist.
Zu Beginn muss ich erst einmal sagen, dass ich leider zuerst die Verfilmung gesehen und daraufhin das Buch gelesen habe. Das hat es für mich schwer gemacht, mir die Personen, Orte etc. vorzustellen. Ich hatte sofort die Bilder aus dem Film im Kopf. Teilweise sind die Beschreibungen im Buch auch anders als im Film und so war ich am Anfang etwas genervt beim Lesen - was sich aber schnell änderte. 

Das Buch ist in drei Teile unterteilt und mit jedem Teil wird es fesselnder. Am Anfang ist die Geschichte noch sehr schleppend. Man erhält allgemeine Informationen, das Setting wird beschrieben und alles in allem trottet die Geschichte so vor sich hin. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch überhaupt nicht begeistert, da es mich nicht vom Hocker reißen konnte. Es waren viele Personen und Kreaturen usw. mit denen man konfrontiert wurde und so entstanden ständig neue Fragen, die aber nicht sofort beantwortet wurden. Das Netz spinnt sich erst nach und nach zusammen. Man muss das Buch schon sehr aufmerksam lesen, da man sonst durcheinander kommt!
Die Atmosphäre ändert sich an einem gewissen Punkt im Buch schlagartig. Die Langeweile verpufft und macht Platz für Spannung und Action. "City of Bones" verwandelt sich in einen echten Pageturner. Je näher ich dem Ende kam, desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen. Es reißt einen mit und man taucht komplett in die Welt von Clary und den anderen ein. 
Und obwohl ich bereits wusste, was passiert, konnte mich Cassandra Clare mit ihrer Art zu Schreiben noch mal richtig packen und ich habe bis zum Schluss mitgefiebert. Vor allem die Wendung am Ende ist so nervenaufreibend, dass mir wieder die Kinnlade runter gefallen ist. Es hat mich erneut zu tiefst schockiert. 

Ich war von der ersten Begegnung an völlig von Jace verzaubert - obwohl er arrogant und unnahbar scheint - Er wird als "Bad Boy" der Geschichte dargestellt, aber man muss ihn einfach mögen! Da führt kein Weg dran vorbei. Ich weiß nicht warum, aber Simon mag ich dagegen einfach nicht. Es könnte allerdings sein, dass sich das im Laufe der Folgebände noch ändert, da sich sein Charakter zum Ende hin etwas gewandelt hat. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. 
Clary ist sehr anstrengend, aber sie wird mit vielen Dingen konfrontiert und ihr komplettes Leben wird auf den Kopf gestellt. Ich denke daher, dass ihre Art und Weise zu handeln, zu denken und zu reden, vollkommen verständlich ist.
© Simon and Schuster
Am Anfang tat sich die Befürchtung in mir auf, dass sich zwischen Clary, Jace und Simon eine Dreiecksbeziehung á la Twilight entwickelt. Das scheint nicht der Fall zu sein. Da darf man auch definitiv gespannt sein, wie es mit dem Trio weitergeht!

Ich glaube , dass die Originalversion um einiges besser ist. Die Übersetzung scheint an manchen Stellen nicht wirklich gelungen. Es werden komische Ausdrücke und Begriffe verwendet, die man so gar nicht benutzt. Ein paar Sätze musste ich auch dreimal lesen, bis ich begriffen habe, was gemeint ist.
Die Dialoge sind teilweise auch sehr verwirrend, wenn nicht dabei steht, wer was sagt, denn vom Gesagten konnte ich nicht herausfiltern, wer der Redende ist. Für diese beiden Kritikpunkte muss ich auf jeden fall einen Stern abziehen, da es mich doch schon sehr gestört hat. Der Lesefluss war bis zu diesen Stellen sehr flüssig, wurde aber dann kurzzeitig unterbrochen. 

Fazit
Das waren die kleinen Kritikpunkte, die ich hatte. Das Ende ist heftig - Ich kann es einfach nicht anders ausdrücken und ich kann es überhaupt nicht abwarten den zweiten Teil "City of Ashes" zu lesen. Der plötzliche Umschwung von "schleppend" zu "nicht-mehr-aus-der-Hand-legen-können" ist Wahnsinn. Das Ende macht unfassbar Lust auf mehr und setzt die Latte ziemlich hoch. 

1 Kommentar:

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