24. November 2014

Janet Clark - Schweig still, süßer Mund

"Jeder kann böse sein. Jeder." - s.179
© Loewe
★★★
Randinformationen:
Autorin: Janet Clark
Seiten: 349
Verlag: Loewe
Erschienen: 24.01.2012
ISBN: 9783785577844 
Leseprobe
Buchtrailer

Klappentext:
"Ich beobachte dich. Jeden deiner Schritte. Du solltest vorsichtig sein. Zwing mich nicht, auch dich zum Schweigen zu bringen.
Janas beste Freundin Ella ist verschwunden. Auch wenn die Polizei nicht an ein Verbrechen glaubt, steht für Jana fest: Ella würde niemals einfach so abhauen. Sie beschließt, auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei kommen Dinge ans Tageslicht, die Jana an ihrer Freundschaft zu Ella zweifeln lassen. Und die sie in große Gefahr bringen, denn ihre Suche hat sie dem Täter nahegebracht. Zu nah."  

Wenn man dieses Buch im Buchhandel sieht, würde man auf den ersten Blick denken, dass es sich hierbei um einen Liebesroman handelt. Nur das kleine Wort "Thriller" stellt klar, dass es alles andere als eine romantische Liebesgeschichte ist. Diese Kombination hat mich ziemlich neugierig gemacht, denn Cover und Genre passen überhaupt nicht zusammen. Und obwohl mich der Klappentext enorm an den Erdbeerpflücker von Monika Feth erinnerte, habe ich dem Buch eine Chance gegeben.


Meine Meinung:
"Schweig still, süßer Mund" wird zwar hauptsächlich aus der Perspektive von Jana geschrieben, aber zwischendurch schleicht sich der Täter mit einer Ich-Perspektive ein. Auch das erinnerte mich stark an den Aufbau der Bücher von Feth. Beim Lesen hatte ich aber nicht das Gefühl, dass ich gerade eine Kopie vom Erdbeerpflücker lese. Es sind einige Parallelen vorhanden, die aber nicht von großer Bedeutung sind. 
Die Geschichte verläuft schleppend und Spannung kommt erst auf den letzten Seiten auf. Als Thriller würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Auch wenn es sich hierbei um einen Jugendthriller handelt, habe ich keinerlei Merkmale für dieses Genre entdecken können. Falsche Fährten wurden auch nicht gelegt. Ungefähr in der Mitte hatte ich einen Verdacht, den ich aber auf so schwammigen Beweisen gehegt habe, nur um überhaupt einen Verdacht zu entwickeln. Die Auflösung war dann sehr unerwartet, da ich den Täter absolut nicht auf dem Schirm hatte. In keiner einzigen Sekunde, habe ich daran gedacht, dass es diese Person sein könnte. Das hat mir ziemlich gut gefallen. Allerdings haben mir die Umstände am Ende nicht gefallen - was aber eine reine Geschmacksempfindung ist. Trotz des fehlendem Nervenkitzels, liest sich das Buch flüssig und schnell.  
Die Protagonistin Jana wirkt oftmals jünger als 17. Vor allem in ihren Briefen, die sie an Ella schreibt. In diesen Briefen erzählt sie, was in ihr vorgeht und was ihr so passiert. Sie hat das Gefühl, so mit ihrer besten Freundin in Kontakt zu treten.
Generell kam es mir so vor, als würde es in dem Buch mehr um Jana als um Ella gehen. Ihr Verschwinden ist zwar immer im Hintergrund vertreten, aber Jana rückt immer mehr in den Mittelpunkt und da kam oft der Eindruck einer Liebesgeschichte auf. Was mir wirklich gut gefällt, ist die Webseite, die man zu diesem Buch findet: "Wo ist Ella?"
Im Buch selber versuchen Jana und ihre Freunde über diese Seite Hinweise zu ihrem Verschwinden zu erhalten. Außerhalb des Buches dient sie dazu dem Leser mehr Details zu geben. 

Fazit:
Das Buch war nicht schlecht, aber wie oben schon erwähnt, würde ich es nicht als einen Thriller bezeichnen. Auch für einen Jugendthriller fehlen zu viele Dinge. Der spannende Höhepunkt am Ende ist viel zu kurz. Man kann es mal lesen, sollte aber nicht zu viel erwarten. Für 3 von 5 Sternen hat es letztendlich doch noch gereicht. 


 Weitere Jugendthriller der Autorin:
© Loewe

1. Sei lieb und büße
2. Singe, fliege, Vöglein, stirb

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