22. Dezember 2014

Gillian Flynn - Gone Girl

★★
Randinformation: 
Autorin: Gillian Flynn
Seiten: 592
Verlag: FischerTaschenbuch
Erschienen: 22.03.2013 
ISBN:  9783596188789
Leseprobe
Filmtrailer


© Fischer Verlage

 Inhalt                                                                                           

'„Was denkst du gerade, Amy?" Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy? Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe - ein teuflisch gutes Lesevergnügen.'


 Meine Meinung                                                                                                            

"Wie kann ein solches Buch auf der Bestsellerliste landen?" Diese Frage musste ich mir ständig stellen. Ich habe zuerst den Film gesehen und weil er mir so wenig gefallen hat, musste ich "Gone Girl" lesen, um zu begreifen, warum alle davon schwärmen. Vielleicht hat mich das auch unbewusst bei der Beurteilung des Buches beeinflusst, aber ich denke, dass es nur einen minimalen Einfluss hat. Denn die Kritikpunkte, die ich habe, stehen kaum in Verbindung mit dem Film selbst. 
Ich fange einfach mal mit dem grottigen Schreibstil an. Selten hab ich sowas schlechtes gelesen. Es kam mir so vor, als hätte sich Flynn nicht entscheiden können, wie sie schreiben möchte, und hat alles Mögliche in einen Topf geschmissen. Die dabei entstandene Mischung hat leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Es war viel zu chaotisch und anstrengend zu lesen. Zudem schweift sie unfassbar oft vom eigentlichen Thema ab, sodass ich am Ende nicht mehr wusste, was die Dame mir eigentlich erzählen wollte. Der rote Faden hat teilweise vollkommen gefehlt und es sind viel zu viele Informationen enthalten, die so unfassbar irrelevant für die Geschichte sind. Die 592 Seiten haben sich wie Kaugummi gezogen und wenn es nach mir gehen würde, hätte das Buch auch locker 200 Seiten kürzer sein können. 
"Gone Girl" besteht aus drei Teilen und ist abwechselnd aus Nicks und Amys Sicht geschrieben. Dieser Perspektivenwechsel hat mir das Lesen um einiges erleichtert, aber ich muss wirklich sagen, dass ich weder Nick noch Amy leiden kann! Generell finde ich die Charaktere ziemlich kaputt und ihre Handlungen sind so unnachvollziehbar, dass ich keinerlei Sympathien aufbauen konnte. 
Sehr faszinierend dagegen ist allerdings die ganze Verstrickung im Buch. Hut ab für Gillian Flynn, dass sich am Ende alles zusammenfügt und keine offenen Fragen bleiben. Und obwohl die Geschichte sehr gut ausgearbeitet ist, empfand ich das Ende als noch unbefriedigender als im Film. Es ist krank und unbegreiflich. Kein normaler Mensch würde so Handeln wie Nick am Ende! Das ist so enorm absurd.
Das Traurige ist, dass der zweite Abschnitt im Buch super war, deswegen auch die 2 Sterne. Ich möchte mich nicht erst durch 300 Seiten quälen bis das Buch gut wird. Ich erwarte von einer Geschichte, dass sie mich vom Anfang bis zum Ende fesselt und mich nicht zu Tode langweilt. 
Wären alle drei Abschnitte im Buch so gut gewesen, wie der zweite Teil, dann hätte das Buch eine viel bessere Bewertung bekommen und dann hätte es vielleicht sogar Spaß gemacht zu lesen, aber so war das Buch einfach nur schlecht! In meinen Augen muss man weder das Buch lesen noch den Film sehen. Kann man sich beides sparen und den Hype kann ich wirklich nicht nachvollziehen. 
Weitere Bücher:













Quellen:http://www.lovelybooks.de/autor/Gillian-Flynn/Gone-Girl-Das-perfekte-Opfer-1054772466-w/

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen