1. Dezember 2014

Monika Feth - Spiegelschatten

"Kann der Hass auf Schwule so groß sein, dass man zum Mörder wird?"
 
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© cbt
★★★★★
Randinformation:
Autor: Monika Feth
Seiten: 480
Verlag: cbt
Erschienen: 22.10.2012
ISBN: 9783570309223
Leseprobe

Klappentext:
Ein Mörder geht um in Köln und Bonn. Er mordet schnell, lautlos, und verschwindet ohne eine Spur. Seine Opfer: allesamt junge Männer. Als Romy Berner, Volontärin beim KölnJournal, mit der Recherche beginnt, stellt sie fest, dass alle Toten dem Freundeskreis ihres Zwillingsbruders Björn angehörten - und dass der Mörder ihr näher ist, als sie ahnt.."

Ein neuer Fall für Bert Melzig und seinen Kollegen Rick, die versuchen dem "Schwulenmörder" auf die Schliche zu kommen und eine neue Story für Romy Berner. Doch bald merkt Romy, dass mehr dahinter steckt und die Sorge um ihren Bruder Björn steigt und steigt.  


Meine Meinung:
Dass ich ein riesiger Feth-Fan bin ist, wenn man sich meine Rezensionen durchliest, kaum übersehbar. Ich liebe den Schreibstil und den Aufbau der Bücher, auch wenn es immer gleich ist. Aber mit "Spiegelschatten" hat Monika Feth noch eine Schippe draufgelegt. 
In dem Buch wird die Thematik Homosexualität aufgegriffen und zeigt gesellschaftskritisch auf was in unserer Welt noch alles schief läuft. Abgesehen von dem herausragendem Schreibstil, bekommt das Buch schon alleine wegen dieser Thematik 5 Sterne! Monika Feth setzt mit diesem Buch vielleicht sogar ein Zeichen gegen Homophobie! 

Zusätzlich bietet dieser Thriller auch noch wirklich einen enormen Nervenkitzel. Ich konnte mich diesmal richtig in die Personen hineinversetzen und habe während dem Lesen die angespannte Stimmung gefühlt. Zwischendurch stieg mein Adrenalinspiegel ziemlich hoch an und ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Diese kleinen Höhepunkte waren allerdings nur ein kleiner Vorgeschmack auf das Ende, welches mich völlig aus der Fassung gebracht hat.
Wie auch alle anderen Jette und Romy-Teile ist Spiegelschatten aus mehreren Perspektiven geschrieben. Diesmal aber gab es eine kleine winzige Abweichung, die mich am Schluss so überrascht hat, dass mir die Kinnlade offen stand. Es ist ein gelungener Thriller, den ich jedem empfehlen kann!

Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob Romy nicht nur ein Abklatsch von Jette wird aber Monika Feth schafft es zwei völlig eigenständige, für sich stehende Welten zu erschaffen, die an einigen Punkten zwar verknüpft sind, sich aber nicht ersetzen, sondern ergänzen. Dabei vergisst man nie, ob man sich gerade in Jettes oder in Romys Welt befindet. Beide Welten sind absolut lesenswert!

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