26. Januar 2015

Birgit Schlieper - Herzenssucht

© cbt
 
Randinformationen: 
Autorin: Birgit Schlieper
Seiten: 160
Verlag: cbt 
Erschienen: 27. Februar 2008 
ISBN: 9783570304464
Preis: 5,95€ 
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   Inhalt  
"Alles hier ist eklig. Und ich ahne, es wird noch ekliger. Überflüssige Gespräche, überflüssige Kalorien. Ich kann fast spüren, wie dieses Zimmer jede Farbe aus mir raussaugt. In mir fühlt sich alles grau an.
Nele befindet sich in einer Klinik für essgestörte Jugendliche, nachdem sie im Sportunterricht zusammengebrochen ist. Ihre Eltern, die Ärzte, ihre beste Freundin Mia - sie alle wollen, dass Nele aufhört, immer weniger zu werden. Doch Nele will nicht essen, sondern ganz sie selbst sein. Im Internet-Forum 'Mondnebel' trifft sie auf Gleichgesinnte, die sie verstehen und noch jede Menge gute Tipps für sie haben."



  Meine Meinung  
Das Cover gefällt mir von der Farb- und Motivwahl ziemlich gut, passt aber null zum Inhalt. Das Buch behandelt zwar das Thema Magersucht, allerdings so oberflächlich, dass es teilweise irgendwie zur Nebensache wird. 
Was einem unausweichlich auffällt, wenn man die ersten Sätze liest: ein unfassbar grottiger Schreibstil. Es werden ganz viele kleine abgehackte Hauptsätze aneinander gereiht, die zu einem stockendem Lesefluss führen. Kapitel gibt es nicht, lediglich kleine Absätze zwischendurch - das ist aber mit der kleinste Kritikpunkt den ich habe.
Die Dialoge sind flach und zu umgangssprachlich. Das widerum führt dazu, dass ich die Personen und vor allem die Protagonistin Nele enorm unsympathisch finde. Sie ist vorlaut, frech, unfreundlich und aggressiv! Es war mir wirklich egal was mit diesem Mädchen passiert und ihre Krankheit hat auch keinerlei Emotionen in mir hervorrufen können. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass es ein 15 Jähriges an Magersucht erkranktes Mädchen ist, da kann es schon mal vorkommen, dass sie so ist. Aber ganz ehrlich? Ich war nur genervt von Nele und ihrer Art. Vielleicht bin ich etwas zu streng, aber ich konnte dem Ganzen nichts abgewinnen. 
Dazu kommt dann noch, dass das ganze Thema immer nur stückchenweise angeschnitten wurde und die Geschichte an sich viel zu schnell verlief, ohne jegliche Hintergrundinformationen. Es wurden Dinge einmal und dann nie wieder angesprochen. Der rote Faden und der Tiefgang hat mir komplett gefehlt. Man kann kein Buch über eine Krankheit schreiben und diese Thematik dann so unfassbar oberflächlich behandeln. Zumindest sehe ich das so.

  Fazit  
In meinen Augen verschafft dieses Buch in keinster Weise einen Einblick in das Krankheitsbild und die Probleme die damit einhergehen. Ich weiß auch nicht, was mir "Herzenssucht" sagen wollte und was ich damit anfangen kann. Hiervon sollte man wirklich die Finger weg lassen, denn es gibt weit aus interessantere und sinnvollere Lektüren zum Thema Magersucht!



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