13. März 2015

Filmreview - Fifty shades of grey

Randinformationen
Produktionsland: Vereinigte Staaten 
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Fifty shades of grey 
Erschienen: Februar 2015
Altersfreigabe: FSK 16
Länge: 125 Minuten
Regie: Sam Taylor-Johnson

  Inhalt  
"Als die 21-jährige Literaturstudentin Anastasia Steele für die Universitätszeitung den Unternehmer Christian Grey interviewen soll, lernt sie den attraktiven Milliardär, den eine anziehende Aura umhüllt, kennen. Mit seiner arroganten und zugleich jedoch anzüglichen Art kann sie zunächst nichts anfangen. Christian begegnet ihr mit der Zeit immer häufiger. [...] Ana verliebt sich in Christian und ruft ihn betrunken während ihrer Abschlussparty an. Schließlich erscheint er, um Ana aus den Armen eines Freundes zu befreien und lässt sie die Nacht in seinem Hotelbett verbringen. Obwohl Christian zu verstehen gibt, dass er nicht der ideale Partner für sie sei, entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden und langsam kommt Anastasia hinter das dunkle Geheimnis von Christian, in dem Sex und Leidenschaft sowie Fesseln und Peitschen eine große Rolle spielen. [...]" (http://de.wikipedia.org/wiki/Fifty_Shades_of_Grey_%28Film%29)


  Die Bücher zum Film  
1. Geheimes Verlangen
2. Gefährliche Liebe
3. Befreite Lust








  Meine Meinung  
Ich habe die Bücher nicht gelesen und wenn ich ehrlich bin, habe ich das auch in Zukunft nicht vor. Normalerweise bin ich eher der Typ, der sich ein eigenes Bild über ein Buch macht. Ich habe allerdings so viel schlechtes gehört - vor allem über den Schreibstil, dass ich hiervon die Finger lassen werde. Sorry, aber ich hasse Bücher bei denen der Schreibstil schlecht ist. Da kann die Handlung noch so gut sein. Daneben interessiert mich das Thema auch eher weniger, sodass es wohl nicht dazu kommen wird, dass ich die Bücher jemals lesen werde. 
Neugierig war ich natürlich dennoch. Jeder redet davon und jeder hat den Film gesehen. Und was soll ich sagen, ich wollte mitreden und ich war super gespannt, wie man so eine Handlung verfilmen kann ohne, dass es ein Porno wird. 
Ich bin aber aufgrund der negativen Meinungen zur Geschichte, mit niedrigen Erwartungen in den Film gegangen. Und ich wurde überrascht. Im Großen und Ganzen hat mir der Film gefallen auch wenn einige Stellen ziemlich fremdschämend waren. Man hatte aber definitiv seinen Spaß, denn der Film war stellenweise sehr lustig. Dabei bezweifle ich doch stark, dass alle Stellen, die die Kinozuschauer zum Lachen gebracht haben, von den Produzenten beabsichtig waren. 
Ob die Schauspieler gut gewählt wurden? Das kann ich kaum bewerten, ohne die Grundlage der Bücher zu kennen. Ich kann aber sagen, dass ich Dakota Johnsons Leistung ganz gut fand. Mich hat nur enorm gestört, dass sie STÄNDIG auf ihrer Lippe rumkauen musste. Aber gut, dafür kann die Schauspielerin ja nichts. Jamie Dornan sieht mir ehrlich gesagt viel zu niedlich aus für solch eine Rolle. Was natürlich eine rein subjektive Ansicht ist. 
Tiefgründige Handlung und Dialoge bietet der Film nicht, da sollte man keine hohen Erwartungen haben. Ich bin der Meinung, dass es aber noch ok ist. Also langweilig war mir nicht. 
Als BDSM-Streifen würde ich "50 shades of grey" definitiv nicht bezeichnen. Man hat schon einiges gesehen, was gewöhnungsbedürftig ist, aber jetzt auch nicht wirkliches schlimmes. Jetzt kann ich nicht beurteilen, in wieweit das Buch da Stoff bietet, aber der Film war halt einfach mit ein bisschen Sex ausgeschmückt. Wobei ich auch sagen muss, dass diese Szenen irgendwie in den Hintergrund gerückt sind. Ich hatte nicht das Gefühl, dass jede zweite Szene im Bett stattfand.
Das allerbeste war allerdings der Soundtrack. Der ist so gut gelungen und ich höre die Lieder alle unfassbar gerne. Die Ohren kommen bei dem Film auf jeden fall nicht zu kurz. 
Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich positiv überrascht war und den Film empfehlen kann, sofern man keinen tiefgründigen Film erwartet, der noch tagelang zum Nachdenken anregt. Ob man dafür extra ins Kino muss? Ich denke nicht. Den kann man sich genauso gut auch zu Hause auf DVD ansehen.  



  Gewaltverherrlichung?  
Jetzt möchte ich noch kurz ein Thema ansprechen, was mir diesbezüglich auf Instagram aufgefallen ist. Dort beschwerten sich einige, dass man damit Gewalt an Frauen verherrlichen würde. Da würde mich doch brennend interessieren, wie ihr das seht?
Ich bin ganz klar der Meinung, dass das zwei verschiedene paar Schuhe sind. Schmerz und Lust liegen so nah bei einander und wenn Menschen sich eben auf diese Art und Weise lieben wollen, dann haben sie doch alles Recht dazu oder nicht? Menschen die vergewaltigt, geschlagen und misshandelt werden, suchen sich das im Gegensatz dazu nicht aus und somit befindet man sich in einer ganz anderen Ausgangssituation und vor allem hat man es mit einer anderen Art des Schmerzes zu tun. Solange also alles im Einvernehmen geschieht, ist das in meinen Augen in Ordnung.
 

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