9. März 2015

Sebastian Fitzek - Amokspiel

9783426637180
© Knaur
★★★☆
Randinformationen
Autor: Sebastian Fitzek 
Seiten: 448
Verlag: Knaur
Preis: 9,00€
Erschienen: 01. April 2007
ISBN: 978-3-426-63718-0
Link zum Buch 

"Wir haben immer die Wahl, aber wir fürchten die Konsequenzen." s.363

  Inhalt  
"Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet - zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt - doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören..." 

  Meine Meinung  
Ich habe es endlich geschafft einen weiteren Fitzek zu lesen, nachdem mich "Die Therapie" mit sehr zwiegespaltenen Gefühlen zurück gelassen hat. Aber auch diesmal weiß ich nicht, was ich davon halten soll. 
Das neue Cover gefällt mir im Gegensatz zum Alten viel besser. Es sieht moderner, geheimnisvoller und schlichter aus. Allerdings sagt es nichts über den Inhalt aus. Dahinter könnte jede beliebige Geschichte stecken.
Der Schreibstil ist einfach gehalten. Das Buch lässt sich - wie auch schon sein Debütroman - super flüssig und schnell lesen. Alleine dafür werde ich weiterhin Fitzeks Thriller lesen. Der Stil gefällt mir nämlich wirklich gut. Man fliegt quasi durch das Buch, so leicht lässt es sich lesen. 
© Knaur
Diesmal wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch man die Geschehnisse aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet. Stück für Stück erfährt der Leser, welcher Charakter welche Rolle in dem Drama spielt. Und jeder scheint nicht so ganz mit offenen Karten zu spielen. Mit der Multiperspektivität hat Fitzek genau meinen Geschmack getroffen - auch, wenn es stellenweise wirklich sehr verwirrend war. Ich habe generell das Problem, mir Namen schwer merken zu können und hier wird man mit so vielen unterschiedlichen Charakteren konfrontiert, dass ich am Anfang damit zu kämpfen hatte. Irgendwann wusste ich dann aber zum Glück, wer wer ist. 
Wie auch schon bei der "Therapie" war ich zwar neugierig und interessiert, wie sich die ganze Verstrickung denn auflöst, aber wirklich mit gefiebert habe ich nicht. Die Spannung hat gefehlt. Ich denke, dass Sebastian Fitzek vielleicht eher auf anderen Wege versucht, den Leser zu packen, als mit der üblichen Spannungskurve. Oder aber ich erkenne sie schlicht und weg einfach nicht. Ich werde es weiter beobachten in den folgenden Thrillern.
Der Plot Twist kam auch wieder sehr unerwartet. Damit habe ich nicht gerechnet, auch wenn es teilweise schon angedeutet wurde. Das Ende war aber wie erwartet verrückt und krank. Aber auch wenn die Geschehnisse sehr verstrickt waren und ich teilweise wirklich verwirrt war, war das Ende schlüssig und in meinen Augen auch gut gelungen.
Es war definitiv keine Zeitverschwendung zu diesem Buch zu greifen, aber vom Hocker konnte es mich auch nicht hauen. Dennoch werde ich nicht aufgeben und weiterhin seine Bücher lesen, da es einfach Spaß macht und mir sein Schreibstil wirklich gut gefällt. 


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