27. April 2015

Luci van org - Frau Hölle

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© U-line

Randinformationen: 
Autorin: Luci van org 
Seiten: 400 
Verlag: U-Line 
Erschienen: 27. Mai 2013
Preis: 12,95€ 
Link zum Buch

*Rezensionsexemplar*

  Inhalt  
"Der Eingang ins Reich der Toten liegt mitten in Berlin. Ja, ehrlich! Steht sogar bei Wikipedia. Aber niemand weiß, dass die germanische Totengöttin Hel und andere, längst vergessene Götterkollegen noch hier leben, unentdeckt unter den Menschen. Bis eine bestialische Mordserie im Viertel plötzlich die Tage des Weltenendes einzuläuten scheint. Tapfer ziehen die Götter in den Kampf, doch sind ADHS-Deathmetal und kiffende Zwerge wirklich zweckmäßige Waffen gegen alles vernichtende Metzelviecher aus Fett oder die pinkfarbenen Haarsträhnen der Riesendämonin?"

Worum genau es geht? Ja, das ist eine gute Frage, die ich euch leider nicht richtig beantworten kann. Wie der Klappentext verrät, geht es um Götter, die unter uns Menschen leben und versuchen das Rätsel zu lösen, warum diese "schrecklichen" Morde geschehen. Mehr kann ich euch auch schon gar nicht zum Inhalt erzählen, denn mehr passiert nicht. Der Klappentext ist noch das Beste am Buch.


  Meine Meinung  
Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich das Cover so unglaublich hässlich finde. Die Farbgebung, das Bild, die Schriftart und die Anordnung sind kein Augenschmaus. Ich hätte mir das Buch auch wahrscheinlich niemals gekauft und wenn, dann hätte ich mich über die verschwendeten 12,95€ geärgert. Weil es aber bei einem anderen Rezensionsexemplar als "Extra" dabei war, habe ich es eben gelesen. Der Inhalt hörte sich gar nicht so verkehrt an. Schade nur, dass der Inhalt irgendwie nichtssagend war. Ich habe erst bei der Hälfte des Buches verstanden, was da los ist bzw. wie die einzelnen Kapitel zusammengehören. Zu Beginn kam es mir einfach so vor, als wäre es eine Ansammlung von Kurzgeschichten, ohne Sinn, wohlgemerkt. 
Damit habe ich mich wirklich schwergetan. Dazu kommt noch, dass 70% des Buches in Form von Dialogen geschrieben ist. Es gibt so gut wie keine Beschreibungen zu den Charakteren - wenn man es überhaupt so bezeichnen kann - Umgebungen oder der Situation an sich. Der Leser muss sich das alles selbst zusammen basteln. 
Der Schreibstil hat das Ganze auch nicht besser gemacht. Manche Stellen sind unbeschreiblich schlecht, nervig und anstrengend. Ich zeig euch hier mal ein Beispiel, damit ihr das besser nachvollziehen kann: 

"Toooot ... phhhh ... auuus und vorbeiiii ... phhhh ... Ein winziges magisches Temakel mit dem kleinen Finger ... phhhh er hatte aaab-soo-luut niiichts zu befüürchten ... phhhh ... niiichts zu befüürchten ... phhh ... niiichts zu ..." - S.39

Diese Stellen haben mich irgendwann so richtig aggressiv gemacht, sodass ich sie überfliegen musste! Und hierbei handelt es sich noch um eine harmlose Variante, denn so in der Art und schlimmer zieht sich der Schreibstil durch das komplette Buch. Da wird man wahnsinnig.
Ich konnte mir auch während der Geschichte, weder die Personen noch die Umgebung vorstellen. Ich hatte keine Bilder vor Augen und es war mir alles viel zu skurril und chaotisch. 
Was erschwerend dazu kam war, dass mir diese Götter überhaupt nicht bekannt waren. Es ging nicht wie bei Percy Jackson um griechische Götter, sondern um nordische, wenn ich mich richtig informiert habe. Darüber hatte ich keinerlei Vorwissen und so hat es keinen Spaß gemacht.

  Fazit  
Die Story klang eigentlich vielversprechend, aber meine Erwartungen wurden enttäuscht. Die Geschichte ergab für mich keinen Sinn und hatte kaum Struktur. Die einzelnen Geschehnisse wurden nicht gut miteinander verknüpft und endeten in einer sinnlosen Aneinanderreihung. Ich bin froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe. Ich konnte leider keine Leseprobe finden. Wenn ihr also doch neugierig seid oder euch ein eigenes Bild davon machen wollt, dann würde ich eventuell auf die Kindle Edition zurückgreifen. Da spart ihr wenigstens knapp 3€. 
Auch wenn es sich hierbei um Luci van orgs Debüt Roman handelt, kann ich keine bessere Bewertung geben. Es reicht einfach nur für einen Stern.



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