16. November 2015

Markus Heitz - AERA


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© Knaur

Randinformation
Autor: Markus Heitz 
Originaltitel: AERA Seiten: 784
Verlag: Knaur
Erschienen: 02. November 2015
Preis: 9,99€ (eBook); 9,99€ (Taschenbuch)
ISBN:
978-3-426-51861-8 
Zum Buch
*Rezensionsexemplar*

  Inhalt  
"Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter sind auf die Erde zurückgekehrt. Alle Götter – bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Interpol-Ermittler Malleus Bourreau ist Atheist geblieben in dieser Welt voller Götter. Er ist gut in seinem Job, denn er hat keinen Respekt, weder vor Menschen noch vor Göttern. Sein aktueller Fall fordert ihn allerdings: Auf der ganzen Welt verschwinden religiöse Artefakte aus den verschiedensten Kulturen, und die Diebe gehen dabei buchstäblich über Leichen. Und das ist nicht das einzige Rätsel, das es zu lösen gilt."

Eröffnet wird "AERA" mit einem Prolog, der der Vorfreude auf das Buch einen gewaltigen Dämpfer verpasst. Der Leser wird ins eiskalte Wasser geworfen und darf sich selber die nötigen Informationen suchen, um das Geschehene zu verstehen. 
Es gibt keine klare Einleitung, die einen auf das Folgende Vorbereitet. Vollkommen ohne Struktur und Ordnung beginnt dann auch das Buch. Markus Heitz setzt jegliches Wissen über Götter voraus. Wer sich damit bisher kaum bis gar nicht beschäftigt hat, darf dann zusehen, wie er zurechtkommt. 
Am Ende gibt es zwar ein Verzeichnis aller Götter, die vorkommen, doch das ist alleine schon 30 Seiten lang. Und jetzt mal ganz ehrlich. Wer liest sich das bitte vorher alles durch, damit er das Buch versteht? Ich möchte, dass ich eine Geschichte verstehe, ohne Vorwissen zu haben (Sachbücher ausgenommen). Die Götter müssen im Text direkt erklärt werden und nicht erst am Ende in einem Verzeichnis. Das kann und möchte sich doch keiner merken. Da hätte Heitz besser ein paar Götter weggelassen und das Problem wäre vielleicht gelöst gewesen.
Abgesehen davon finde ich den Schreibstil, wie der Prolog eigentlich auch schon andeutet, viel zu unstrukturiert. Manche Passagen habe ich überhaupt nicht verstanden, weil er von A nach Z springt, ohne Vorwarnung. Es kam mir auch so vor, als würden dem Autor die Worte fehlen, denn er wiederholt sich so enorm oft. Ich bin bald wahnsinnig geworden bei dem Wort "Entitäten", das gefühlt in jedem zweiten Satz vorkam. 
Nach dem Motto "Täglich grüßt das Murmeltier" zieht sich das Buch immer weiter. Nach 140 Seiten war ich immer noch nicht in der Geschichte drin und hatte die Hälfte bereits schon wieder vergessen. Ich konnte noch keinen Zusammenhang feststellen und ein roter Faden war auch nicht erkennbar. 

Ich hatte wirklich große Erwartungen an "AERA", weil ich die Thematik eigentlich interessant fand und selbst der Buchtrailer macht richtig Lust auf das Buch. Ein Krimi, in dem gegen Götter ermittelt wird. Klingt wirklich super. Doch die Umsetzung ist leider misslungen. Ein paar weniger Götter und Seiten, sowie eine klare Struktur hätten der Geschichte gut getan. Von Spannung kann auch keine Rede sein. Ich habe mit jedem Satz gekämpft und mich wirklich extrem gelangweilt, sodass ich das Buch leider abbrechen musste. 




 


Vielen lieben Dank!

Verlagsgruppe Droemer Knaur

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