9. Mai 2016

Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher

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© Knaur

Randinformation
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 368 
Verlag: Knaur 
Erschienen: 01.10.2008 
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (eBook) ISBN: 978-3-426-63792-0 
Zum Buch


  Inhal 
"Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt.
 
Sebastian Fitzek versucht sich in "Der Seelenbrecher" erneut an einem Thriller, der dem Leser den Atem rauben soll. Doch leider gelingt ihm das in diesem Fall leider überhaupt nicht. Wie immer beginnt die Geschichte ohne große Einleitung und Verwirrung macht sich relativ schnell breit. Erst nach und nach findet der Leser sich langsam in die Geschehnisse ein. Der Schreibst ist, wie üblich für Fitzek, sehr einfach gehalten und lässt sich eigentlch recht flüssig lesen. Doch die Geschichte geht sehr schleppend voran, fesselt nicht und langweilt. Es gibt keine Spannung oder Aufregung. Auch einen Nervenkitzel habe ich vermisst. Die Handlung trottet so vor sich hin und kommt nicht in die Gänge. Vergebens habe ich auf einen Höhepunkt gewartet.
Zudem kommt, dass die Handlung diesmal nicht gut erklärt wird, vieles versteht der Leser nicht auf Anhieb und manches ergibt generell nicht viel Sinn. Mir kam es so vor, als hätte Fitzek keinen roten Faden gehabt. Die verschiedenen Szenarien sind wahllos aneinandergereiht und harmonieren im Gesamtkonzept nicht.  Es wirkt alles ziemlich konstruiert und chaotisch, was eigentlich normal ist bei den Büchern von Fitzek. Hierbei hat er aber leider über die Stränge geschlagen und es ein bisschen übertrieben. Zwischendurch wirft Fitzek dann noch erzwungenes Wissen ein, das auch überhaupt nicht dahin passt.  

Genauso, wie die einzelnen Fragmente der Geschichte, konnte mich auch das Ende leider nicht überzeugen. Es gab natürlich den wohlbekannten Plot Twist, mit dem ich auch diesmal nicht gerechnet habe, allerdings bleibt der Mindblow-Effekt aus. Es ist eine plötzliche Wandlung vorhanden, die jedoch ebenfalls viel zu konstruiert wirkt. Irgendwie musste das Buch ja ein Ende finden. Doch, wenn schon die Handlung an sich durcheinander und erzwungen ist, dann kann der Schluss das Ganze eben auch nicht retten.

 
Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek ist in meinen Augen das bisher schwächste Buch, das ich von ihm gelesen habe. Die Qualität kann einfach nicht mit den anderen Thrillern von ihm mithalten. Es herrscht ein zu großes Chaos und die Handlungsstränge wollen nicht zusammenpassen. Das Gerüst, auf dem die Geschichte aufgebaut wurde, ist sehr wackelig und wird nur mit Mühe und Not, sowie einem erzwungenen Ende, zusammengehalten. Mir fehlte jegliche Spannung, weshalb das Buch sich enorm in die Länge gezogen hat. Das Lesen an sich war flüssig, allerdings musste ich mich wirklich zum Lesen zwingen.

Entgegen der vielen positiven Meinungen, kann ich „Der Seelenbrecher“ leider nicht empfehlen. Der Vollständigkeit halber, kann man das Buch als Fitzek-Fan vielleicht lesen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es sein lässt.



Kommentare:

  1. Die Geschichte klingt sehr interessant. Aber du hast gut begründet, warum sie nich funktioneirt - sehr gut :-)

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    1. Ich habe schon von vielen gehört, dass ihnen "Der Seelenbrecher" am besten gefällt, vielleicht war meine Erwartung deswegen zu hoch gesteckt, aber ich fand das Buch sehr wirr :D

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