15. Juli 2016

Serienreview - Dexter


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 Produktionsland: Vereinigte Staaten
Originalsprache: Englisch, Spanisch
Jahr: 2006-2013
Länge pro Folge: ca. 50 Minuten
Episoden: 96 in 8 Staffeln
Genre: Krimi, Drama, schwarze Comedy

Studio: Universal Pictures
(https://de.wikipedia.org/wiki/Dexter_(Fernsehserie))



  Inhalt  
Die Serie basiert auf den Büchern von Jeff Lindsay und dreht sich um Dexter Morgan, der bei der Miami-Metro Police als Forensiker in der Blutspurenanalyse arbeitet. Er hält sich eher im Hintergrund und scheint ein unauffälliger Mitmensch zu sein. Doch der Schein trübt, denn in seiner Freizeit wird Dexter zum Serienkiller, der Selbstjustiz ausführt. In acht Staffel geht es darum sein Geheimnis zu bewahren. Was allerdings nicht immer einfach scheint. 


  Die Bücher  






Die Serie „Dexter“ startet mit keinem langatmigen Einstieg, sondern versetzt den Zuschauer direkt in das Setting und Schlag auf Schlag wird klar, welche Charaktere welche Rolle spielen. Innerhalb kürzester Zeit befindet man sich schon mitten im Geschehen, wenn auch noch mit vielen Fragezeichen. Der Protagonist, Dexter, ist sehr skurril, aber im Laufe der Staffeln erfahren wir immer mehr über ihn und seine Vergangenheit, die ihn geprägt und zum „Monster“ gemacht hat. Der Zuschauer soll verstehen, warum er das macht. Das macht ihn irgendwie sympathischer, ändert allerdings nichts daran, dass seine Taten eigentlich nicht gut sind. Und obwohl er komisch und ein vermeintliches Monster ist, mag man ihn im Endeffekt irgendwie doch. 
Grandios gespielt, wird Dexter von Michael C. Hall, der eine wirklich tolle schauspielerische Leistung darbietet. Es ist mit Sicherheit kein Kinderspiel einen Psychopathen so überzeugend darzustellen. Seine Figur durchlebt in den acht Staffeln eine Achterbahn der Gefühle und macht, wie jeder andere Charakter der Serie auch, eine erstaunliche Entwicklung durch. Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet worden.  


Insgesamt ist die Serie eine Mischung aus Thriller, Krimi und Komödie. Denn trotz der ernsten Handlungen gibt es immer wieder Szenen, die einen zum Schmunzeln bringen. Begleitet wird der Zuschauer durch Dexters Gedanken, die im Off laufen und einen anderen und vor allem tieferen Einblick in die Geschehnisse mit sich bringen. Das macht einen persönlich quasi nicht nur zum Zuschauer, sondern auch zum Beteiligten.

Was mir sehr gut gefallen hat, sind die verschiedenen Handlungsstränge und Facetten, die die Serie aufweist. Dieses Zusammenspiel bringt einen frischen Wind in die Serienlandschaft und sorgt dafür, dass keine Langweile aufkommt. Dexter bietet durchgehend spannende Unterhaltung. 
Dazu kommt, dass jede Staffel mit einem eigenen Höhepunkt/ Cliffhanger endet und den Zuschauer mit voller Wucht trifft. Die unerwarteten Wendungen werfen einen komplett aus der Bahn.

Das Ende der gesamten Serie ist erfrischend anders und ebenfalls unerwartet. Ich finde, dass es ins Gesamtkonzept passt und sehr glaubwürdig erscheint. So glaubwürdig, wie es eben in dieser Art von Serie sein kann. Allerdings ist das ganze etwas zu temporeich. Ein bisschen Entschleunigung hätte nicht geschadet. Es wirkte so, als müsste es schnell enden.

Da Blut ein wichtiger und großer Bestandteil der Serie ist, ist die Serie wohl nichts für euch, wenn ihr damit nicht gut umgehen könnt. Die Brutalität der Morde erreicht ein ganz eigenes Niveau an Ekel und Abartigkeit.

Alles in Allem ist Dexter eine Serie, die nichts für schwache Nerven ist. Sie bietet viel und hebt sich durch die ganz eigene Machart von vielen Serien ab.



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