5. August 2016

Filmreview - The Boy

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© theboymovie.tumblr.com

Produktionsland: Vereinigte Staaten
Originalsprache: Englisch
 
Originaltitel: The Boy
Jahr: 2016
Länge: 97 Minuten
FSK: 12
Genre: Horror, Thriller
Studio: Koch Media Home Entertainment/Capelight Pictures
DVD/ Blu-Ray
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Boy_(2016_film)

     Inhalt     
"Greta bekommt von einem älteren Ehepaar die Aufgabe, als Kindermädchen auf deren 8-jährigen Sohn Acht zu geben, während sie in den Urlaub fahren. Der jungen Amerikanerin ist die Arbeit in der abgeschiedenen englischen Ortschaft ganz recht, da sie versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und in Großbritannien neu Fuß zu fassen. Das zu versorgende “Kind” entpuppt sich allerdings als eine lebensgroße Porzellan-Puppe, die dem Ehepaar über den Verlust ihres verstorbenen Sohnes hinweghelfen soll. Die Nanny nimmt den eigenartigen Auftrag dennoch an. Je länger die junge Frau mit der absonderlichen Aufgabe betraut ist, desto stärker hat sie den Verdacht, dass die Puppe in Wahrheit lebendig ist und sie beginnt Nachforschungen anzustellen." (http://www.moviepilot.de/movies/the-boy--2)


Kann ein Horrorfilm mit einer Altersfreigabe von 12 Jahren wirklich gut sein? Diese Frage stelle ich mir jedes Mal, wenn ich dieses FSK-Logo sehe. In diesem Fall übertrifft der Film alle Erwartungen und ich bezweifle doch schon stark, dass die Altersfreigabe hier gerecht angesetzt wurde. Ich für meinen Teil hätte „The Boy“ nicht gerne mit 12 angeschaut.
Schon alleine die Puppe „Brahms“ reicht schon aus, um den Zuschauer durchgehend zu gruseln. Brahms macht nicht viel, eigentlich gar nichts vor der Kamera, wovor man Angst haben müsste. Aber wenn die Kamera seinen Blick einfängt, der den Zuschauer zu durchbohren scheint, dann ist Gänsehaut vorprogrammiert. Puppen sind generell ein ziemlich beliebtest und stets funktionierendes Element in Horrorfilmen (an dieser Stelle sei nur kurz der Film Annabelle erwähnt“). So auch hier.
TheBoy 2016-OfficialPoster.jpgDie Geschichte ist sehr rätselhaft und mysteriös. Dem Zuschauer wird dabei viel Spielraum für jegliche Interpretationen und Auflösungen. Dabei bleibt es spannend bis zum Ende. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und endet in einem Höhepunkt, bei dem dann auch der mehr oder weniger unerwartete Plottwist zum Vorschein kommt. Das Ende macht Sinn und könnte dem ein oder anderen auch während des Films aufgefallen sein, aber ich fand es doch etwas merkwürdig. Passte zwar alles zusammen, traf nur leider nicht ganz meinen Geschmack. Es war insgesamt aber eine solide Auflösung!
Das Setting bedient sich einem typischen Horrorfilmklischees. Ein abgelegenes, großes, altes Haus. Nichts neues, allerdings gut in Szene gesetzt, sodass man das Klischee fast vergisst. Auch zu loben ist die tolle schauspielerische Leistung von Lauren Cohan (The Walking Dead), die wirklich zu jeder Szene den passenden Gesichtsausdruck drauf hat, um die Atmosphäre zu verstärken.

Insgesamt ein wirklich guter Film, der in meinen Augen keine FSK 12 haben sollte. „The Boy“ wird zwar ruhig erzählt, ist an einigen Stellen jedoch sehr nervenaufreibend. Vor allem das Ende ist nicht gerade harmlos, zumal das Niveau der Brutalität ein wenig ansteigt. Es handelt sich um keinen üblichen Trash und Blut sieht man auch wenig. Ein Film der wieder einmal an die Substanz geht und die Ängste der Zuschauer tief im Inneren greift.








Kommentare:

  1. Hi Lisa!

    Endlich wieder mal etwas Gutes in dem Genre ;) Manches habe ich bereits geahnt, anderes war unerwartet und alles in allem hat er mir ganz gut gefallen.

    Liebe Grüße, Doris ♥

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    1. Liebe Doris,
      da kann ich dir nur zustimmen! Und das, obwohl der Film eine Altersfreigabe von 12 hat. Wirklich ein Film, der die Aufmerksamkeit verdient :)

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