5. September 2016

A.J. Rich - Dein letzter Tag


Dein letzter Tag
© blanvalet
Über das Buch: 
Autorin: A.J.Rich (Amy Hempel & Jill Cement)
Originaltitel: The hand that feeds you
Seiten:352
Verlag: blanvalet
Erschienen: 20. Juli 2016 
Preis: 8,99€ (eBook); 9,99€ (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-7341-0267-7
Zum Buch

*Rezensionsexemplar*

  Inhalt  
"Als Morgan ihre Wohnung betritt, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt: Die Tür ist unverschlossen, der Fußboden mit roten Spuren bedeckt. Im Schlafzimmer liegt – grausam zugerichtet – die Leiche ihres Verlobten, daneben sitzen ihre Hunde, sie sind mit Blut verschmiert. Verzweifelt versucht Morgan, Bennetts Eltern ausfindig zu machen. Doch nichts, was Bennett ihr je über seine Familie, seine Arbeit, sein Leben erzählt hat, scheint zu stimmen. Stattdessen findet sie heraus, dass er zahlreiche »Verlobte« hatte, die plötzlich eine nach der anderen auf unnatürliche Weise ums Leben kommen. Ist bald auch Morgan an der Reihe?"

Wie gut kann man einen geliebten Menschen wirklich kennen? Morgan findet ihren Verlobten Bennett tot in ihrem Schlafzimmer auf. Allen Anschein nach von ihren Hunden ermordet. Dabei hätte sie ihren Hunden so etwas niemals zu getraut. Obwohl sie erschöpft und traumatisiert ist, versucht sie das Rätsel zu lösen und stößt dabei auf immer größere Geheimnisse ihres Verlobten. Wer war dieser Mann und welche Rolle spielen die Tiere bei seinem Tod?




Der Psychothriller „Dein Letzter Tag“ wurde von dem Autoren-Duo Amy Hempel und Jill Cement unter dem Pseudonym A.J. Rich geschrieben. Dass hier zwei verschiedene Autoren an der Geschichte mitgewirkt haben, merkt der Leser überhaupt nicht. Weder am Plot im Gesamten, noch am Schreibstil. Es wirkt alles sehr harmonisch und passend. 
Leider konnte mich die Geschichte der beiden nicht gänzlich überzeugen. Ich würde das Buch nicht als langweilig bezeichnen, aber wirklich fesseln konnte es mich leider auch nicht. Der Einstieg war zu flott und auch wenig detailliert. Im Verlauf der Geschichte hatte ich sogar das Gefühl, dass Plot-Holes vorhanden sind. Einiges schien mir nicht ganz schlüssig. 
Zudem fand ich die Charaktere auch alle ziemlich oberflächlich. Vor allem an der Protagonistin Morgan habe ich mich gestört. Irgendwie wirkte sie sehr kalt und distanziert von den Geschehnissen. Vielleicht war es ein Schutzmechanismus von ihr, aber sie konnte das Rätsel mit viel zu klarem Blick lösen. Insgesamt konnte ich zu keiner Person Sympathien aufbauen. Nicht einmal zu den Tieren, die eine große Rolle in der Geschichte spielen. Die Tatsache, dass Tiere ein wichtiger Faktor in der Geschichte sind, hat mir gut gefallen, wenn es auch unerwartet kam. Denn abgesehen vom Cover hatte ich in Bezug auf Klappentext und Titel des Buches etwas völlig anderes erwartet
Zwischendurch vermittelt das Buch psychologisches Wissen an den Leser, was damit zusammen hängt, dass Morgan Psychologie studiert und derzeit an einer Studie arbeitet. Dieses Wissen ist zwar sehr interessant und wird immer mit den Geschehnissen verknüpft, aber sie haben die Spannung leider durchbrochen. Die wenige Spannung, die vorhanden war, wurde gedämpft von diesen kleinen Unterbrechungen und sie sorgten auch dafür, dass Morgan einfach kalt wirkt.
Das Ende war für meinen Geschmack ein etwas zu erzwungenes Happy End. Die letzte Wendung hätte es nicht geben dürfen, dann wäre das Ende verstörend und somit perfekt gewesen.

Alles in Allem hat mich wohl am meisten gestört, dass Morgan – bis auf ein paar vereinzelte Momente – sehr emotionslos war und mehr wie eine Außenstehende, als Betroffene, gewirkt hat. Vielleicht waren genau diese fehlenden Emotionen das Bisschen, das gefehlt hat. Denn so hatte ich eine gewisse Distanz zum Buch, weshalb ich nicht wirklich gespannt war. Brutal und ekelhaft ist die Geschichte auf jeden Fall. 
Wer sich nicht an einer Protagonistin stört, die zu distanziert von den Ereignissen ist, wird bestimmt Gefallen an dem Buch finden. Besonders die Hunde, die im Fokus der Geschichte stehen, sind eine erfrischende Abwechslung unter all den vielen Thrillern da draußen.







Kommentare:

  1. Heii

    Wie ich sehe, liest du in letzter Zeit wirklich ganz schön viele Thriller, leider kann ich dir da jedoch nicht gross weiterhelfen, da ich diese nicht lese ^^

    Bei sommerlichen oder Liebesgeschichten kann ich dir auf jeden Fall To all the boys I've loved before und seine Fortsetzung empfehlen, die sind wirklich süss und auf englisch nicht schwer zu lesen. Ansonsten kann ich dir bei diesem Gerne noch Bücher von Colleen Hovver, Rainbow Rowell oder Morgan Matson empfehlen.

    Fantasy ist auf englisch gleich einmal ein stück schwieriger! Es gibt da jedoch ein paar Jugendbücher Fantasy die eigentlich nicht so schwer sind. Uprooted von Naomi Novic, Hex Hall von Rachel Hawkins oder Dystopien wie die Shatter Me Trilogie oder Flawed von Cecelia Ahern.

    Natürlich ist zum Beispiel Harry Potter, solltest du es noch nicht gelesen oder wieder einmal lesen wollen, die perfekte Reihe um sein englisch ein bisschen auf zu frischen. Das erste Buch ist nämlich sehr einfach zum lesen, doch mit jedem Buchs steigert sich das Niveau :)

    Sollten dich irgendwelche Bücher bereits interessiere, aber du weisst nicht, ob sie schwierig zum lesen sind, kannst du gerne fragen ob ich sie kenne. Wie gesagt, lese ich jedoch leider keine Thriller :)

    Ganz liebe Grüsse
    Denise

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    1. Liebe Denise,
      vielen vielen lieben Dank für deine Hilfe!!!!
      Damit kann ich definitiv etwas anfangen *__* Harry Potter habe ich bereits auf Englisch gelesen und da man schon wusste, worum es geht, waren die wirklich perfekt dafür! Vielleicht sollte ich einfach eine Reihe auf Englisch lesen, die ich schon auf Deutsch kenne.
      Wobei ich gerne mehr von Rainbow Rowell lesen würde. Eleanor & Park hat mir nämlich super gefallen.

      Ich werde mir mal Gedanken dazu machen!
      Danke für deine Mühe!! :)

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