22. Januar 2017

Filmkritik - Misery


Misery
© MGM
Über den Film
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Misery
Jahr: 1990
Länge: 107 Minuten
Genre: Horror, Thriller, Drama
FSK: 16
DVD/ Blu-Ray
Trailer

    Inhalt    
Paul Sheldon, Bestseller-Autor, hat sich an einen ruhigen Ort zurückgezogen, um sein neues Manuskript zu beenden. Als er endlich fertig ist, macht er sich auf den Weg zurück nach Hause. Aufgrund des schlimmen Wetters, kommt es auf der Fahrt zu einem Unfall. Paul Sheldon wird von seinem größten Fan, der Krankenschwester Annie Wilkes, gefunden und gerettet. Sie nimmt ihn mit in ihr Haus und pflegt ihn dort. Doch schnell schlägt die Situation um. Als Annie erfährt, dass ihr Lieblingscharakter Misery, im Buch stirbt, spielt sie verrückt. Sie hält Paul Sheldon fest und ist nun nicht mehr ganz so führsorglich. Der einzige Ausweg aus ihren Fängen ist seine Gabe zu schreiben. 
Obwohl dieser Film schon ziemlich alt ist, wollte ich ihn unbedingt sehen, nachdem ich "Sie" von Stephen King beendet habe. Auf diesem Roman basiert der Film nämlich. Das Buch fand ich, bis auf ein paar Kleinigkeiten, ganz gut und wollte nun wissen, wie die Verfilmung gestaltet wurde. 
Der Roman war sehr detailliert und sorgte für sehr brutale und ekelerregende Bilder im Kopf des Lesers. Ganz so schlimm war der Film nicht, denn einige Szenen wurden nicht aufgegriffen. Allerdings haben mir die wenigen verbliebenen Szenen auch schon vollkommen ausgereicht. Bei Knochenbrüchen bin ich jedoch sehr empfindlich, sodass bei mir der richtige Nerv getroffen wurde. Wer da etwas abgehärtet ist, wird es wahrscheinlich nur halb so schlimm finden. Annie Wilkes wird im Buch enorm gestört dargestellt und die Produzenten hätten keine bessere Darstellerin als Kathy Bates finden. Sie spielt die Rolle grandios und wirkt so furchterregend. Sehr starke Leistung! 
Der Film ist insgesamt eher ruhig und geht wie das Buch an die Substanz. Es ist eine ganz unterschwellige Spannung, die sich dauerhaft hält. Und das obwohl ich bereits wusste, wie das Ende aussieht. 
An der Verfilmung hat mir im Gegensatz zur Buchvorlage besser gefallen, dass die Geschichte in der Geschichte nicht eingebaut wurde. Im Buch liest man sehr viel aus dem Roman, den Paul Sheldon schreibt. Sowas stört mich beim Lesen. Der Film wird davon nicht unterbrochen und es funktioniert dennoch gut. 
Die Qualität ist natürlich nicht so herausragend, wie man das von heutigen Filmen kennt. Der Film ist aber auch schon 27 Jahre alt. Mich hat es jedoch kein bisschen gestört.
Sowohl die Buchvorlage, als auch die Verfilmung kann ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Mir hat der Film gefallen, da er nah am Buch ist und sogar ohne die negativen Aspekte des Buches ist. Das Highlight ist definitiv Kathy Bates als Annie Wilkes, die jegliche Facetten der Krankenschwester großartig darstellt und somit zu einem großen Teil der angespannten Stimmung sorgt. Alles in Allem handelt es sich bei "Misery" um eine tolle Umsetzung des Romans "Sie" von Stephen King. 




Kommentare:

  1. Hallo Lisa,
    es ist schon ewig her, dass ich Misery gesehen und Sie gelesen habe. Ich kann mich aber auch daran erinnern, dass mir der Film ähnlich gut wie das Buch gefallen hat. Die eine "heftige" Szene (ich könnte mir vorstellen, du weißt, welche ich meine) erschien mir im Buch auch etwas schlimmer als im Film.
    Ich empfand die Schauspieler auch als perfekt gecastet. Da hätte man kaum eine bessere Wahl treffen können.

    Jetzt wo du es hier schreibst erinnere ich mich auch wieder: Die Geschichte in der Geschichte hat mir damals auch überhaupt nicht gefallen. Sie hat mich eher von dem Hauptplot abgelenkt. Ich habe mich immer gefreut, wenn diese Seiten dann wieder vorbei waren und es mit der "richtigen" Geschichte weiterging.

    Eine sehr gelungene Filmrezension <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Liebe Tanja,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      Genau, diese Geschichte in der Geschichte lenkt total von der eigentlichen Handlung ab und durchbricht die Spannung leider!

      Viele Güße
      Lisa

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