14. Januar 2017

Filmkritik - STILL


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© BH Tilt, Intrepid Pictures
Über den Film
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Hush
Jahr: 2016
Länge: 81 Minuten
Genre: Horror, Thriller

Auf Netflix erhältlich
Trailer 


    Inhalt    
Die taubstumme Autorin Madison Young lebt in einem abgelegenen Haus mitten im Wald. Vernab von jeglicher Zivilisation. Eines Abens, als Madison an dem Ende ihres aktuellen Manuskriptes schreibt, sucht ein maskierter Mann sie heim. Er möchte nicht nur morden, sondern vorher sein Opfer jagen. Schnell wird ihm jedoch bewusst, dass sein ausgewähltes Opfer ihn nicht hören kann. Dies scheint ihn enorm zu motivieren und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, das beiden viel abverlangen wird.


Die Inhaltsangabe von "Still" lässt einen kurz stocken. Kann es gut gehen, wenn die Protagonistin des Films nicht sprechen und hören kann? Bei hauptsächlich zwei Schauspielern, sollte sofort klar sein, dass der Filmtitel volles Programm ist. Aber kann diese Konstellation auch spannend sein? Auf jeden Fall!
Als Zuschauer wird man sofort in die Situation von Madison eingebunden. Die Hintergrundgeräusche belaufen sich auf ein Minimum. Ganz stumm ist der Film natürlich nicht, vorallem in den actionreichen Szenen. Allerdings ist ein deutlicher Unterschied zu herkömmlichen Filmen zu erkennen. Die Machart ist erfrischend anders und führt dazu, dass man die Geschichte auf einer ganz anderen Ebene wahrnimmt. Die Gefühle sind dadurch viel eindringlicher und stärker.
Ich bin sogar der Meinung, dass genau dieses Element die Spannung auf ihren Höhepunkt treibt. Mein Körper hat während des gesamten Films dauerhaft Adrenalin ausgeschüttet, so fühlte es sich zumindest an. Ich war so unfassbar an den Bildschirm gebannt. Bis zum Ende weiß man nicht, wie es ausgehen wird. Es sind so viele überraschende Wendungen, die mich auch kurz aufschrien ließen. 
Tiefgründig ist die Geschichte absolut nicht, denn sie besteht nur aus der Verfolgungsjagd. Auch die Charaktere sind eher oberflächlich gestaltet. Aber in meinen Augen braucht der Film dies auch gar nicht. Nervenkitzel ist genug da und mehr erwarte ich nicht unbedingt von einem guten Horrorfilm oder Thriller. Ein paar brutale und blutige Szenen sind vorhanden, befinden sich aber ansonsten im Rahmen.
Einzig und alleine die Helligkeit war etwas zu niedrig. Die Szenen spielen sich größtenteils in der Nacht ab und sind daher enorm dunkel. Das war teilweise etwas anstrengend, weil man nicht viel erkennen konnte. Wir mussten die Helligkeit des Bildschirms sehr stark hochdrehene. Anderseits wirkten die Bilder dadurch sehr düster, was die Stimmung natürlich verstärkte.
 
"Still" ist ein sehr nervenaufreibender Thriller, mit einem ganz leichten Ekelfaktor. Die Spannung ist, aufgrund der Stille, stellenweise kaum auszuhalten. Es gibt ruhige Szenen, aber auch Aktion geladene. Schreckmomente sind kaum vorhanden, weshalb ich den Film mehr als Thriller einordnen würde. Horror gibt es kaum. Allen Thriller-Fans kann ich "Still" auf jeden Fall mühelos empfehlen.




Kommentare:

  1. Hi Lisa :D
    Den Film habe ich neulich auch gesehen und fand ihn auch echt genial! Ein echt spannender Thriller! :D Es muss als Gehörlose wirklich schlimm sein mit solchen einem Eindringling konfrontiert zu werden!

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Liebe Jessi,
      ja total. Man muss sich ja auf all seine anderen Sinne verlassen! Wirklich gut und vor allem auch realistisch dargestellt. Also so realistisch wie ein Thriller halt sein kann :D

      Liebe Grüße :)

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