11. Januar 2017

Isabel Abedi - Isola

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© Arena Verlag
Über das Buch: 
Autorin: Isabel Abedi
Originaltitel: Isola
Seiten: 328
Verlag: Arena
Erschienen: 01. Januar 2010
Preis: 9,99€ (Taschenbuch, eBook)
ISBN: 978-3-401-50892-4 
Zum Buch

   Inhalt    
"Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro – als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt."

Zusammen mit elf anderen Jugendlichen wird Vera auf eine Insel eingeladen, um einen Film zu drehen, für den es kein wirkliches Drehbuch gibt. Überall auf der Insel sind Kameras, die jeden Schritt der Jugendlichen aufzeichnen. Aus diesem Material soll der Film entstehen. Die einzige Anweisung vom Regisseur, einer der Inselbesucher spielt einen "Mörder" und muss die anderen nach und nach in ein geheimes Versteck bringen. Niemand weiß, wer den Mörder spielt. Jeder kann der Feind sein. Niemandem kann mehr getraut werden. Doch dient dieses Spiel wirklich nur dazu, Filmmaterial zu gewinnen oder steckt in Wirklichkeit etwas viel Größeres dahinter?


Mit Isola habe ich mich auf einen spannenden Jugendthriller gefreut, denn der Klappentext klang nach einer Geschichte im Stile von den Serien Lost und Harpers Island gemischt mit Big Brother. Leider blieb die erwartete Spannung vollkommen aus.
Schon der Einstieg ist mir sehr schwer gefallen, denn der Schreibstil von Isabel Abedi konnte mir nicht zusagen. Als ich mich daran gewöhnt hatte, wurde es jedoch leider nicht besser. Denn kaum hat man sich an die stilistischen Mittel und Sprachweise der Autorin gewöhnt, steht man vor dem nächsten Problem: die Charaktere. Davon gibt es einige, denn auf der Insel befinden sich zwölf Jugendliche plus zwei Personen der Filmcrew. Doch die Personen sind so vollgeladen mit Klischees und dabei so öde, dass ich auch im weiteren Verlauf keinen wirklichen Sympathieträger ausmachen konnte, geschweige denn, mich mit jemandem identifizieren. Einzig und alleine der Hund Mephisto war liebenswert. Der redet nur leider nicht und bringt die Geschichte somit auch nicht wirklich ins Rollen.
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© Arena Verlag
Der Film, der auf der Insel gedreht wird, ergibt sich aus einem Katz und Maus Spiel, das die Inselbesucher spielen sollen. Dabei ist einer der Mörder und niemand weiß, wer es ist. Diese vermeintlichen Morde werden nur leider sehr kurz am Rande erwähnt und erhalten kaum Raum in der Geschichte. Was auch wieder nicht förderlich für die Spannung ist. Außerdem entwickelt sich eine Liebesgeschichte auf der Insel zwischen zwei Jugendlichen, was es sehr schwer macht, das Buch in ein Genre einzuordnen. Ich wusste nicht, ob es herzzerreißend oder nervenaufreibend sein sollte und beides zusammen hat in meinen Augen nicht in das Setting gepasst. Zumindest nicht so, wie die Geschichte sich entwickelt. Da hätte man definitiv mehr machen können. 
Zwischendurch werden dann Erinnerungsfetzen von der Protagonistin Vera eingeworfen, die auch überhaupt keinen Sinn ergeben. Anfangs dachte ich noch, dass sich alles am Ende zusammen setzten wird. Dem war nicht so. Es wirkte sogar so, als hätte Abedi vollkommen zusammenhangslos geplottet und immer weiter Elemente eingefügt, die sie irgendwie interessant fand. Dass es aber nicht passt, war scheinbar egal. 
Ich war zwar ein bisschen daran interessiert zu wissen, wie es weitergeht, doch es hat mich dennoch nicht so sehr motiviert, ständig zum Buch zu greifen und weiter zu lesen. Dazu hat mir der Pepp und Nervenkitzel gefehlt. Ich war nicht gespannt, sondern eben nur interessiert.
Alles in allem war "Isola" sehr langweilig und unspektakulär mit hervorsehbaren Stellen. Die Idee ist im Grunde super, aber die Umsetzung eher lahm. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für das Buch. Es kann durchaus sein, dass jüngere Leser Interesse daran haben. Für mich war es jedoch einfach kein Thriller. Und dass es gute Jugendthriller gibt, beweist Monika Feth zum Beispiel! Diese Geschichte war mir persönlich zu langweilig, da einfach nichts Spannendes passiert.




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