2. Januar 2017

Kathy Reichs - Virals (Tote können nicht mehr reden)

VIRALS - Tote können nicht mehr reden
© cbj

Über das Buch:   
Autorin: Kathy Reichs 
Originaltitel: Virals 
Seiten: 480 
Verlag: cbj
Erschienen: 11. März 2013 
Preis: 7,99 (eBook); 8,99€ (Taschenbuch) 
ISBN: 978-570-40133-0 
Zum Buch


   Inhalt   
"Auf einer einsamen Insel findet Tory die Knochen eines vor vierzig Jahren verstorbenen jungen Mädchens. Torys Versuch, gemeinsam mit ihren Freunden die Identität des Mädchens zu lüften, ist gefährlicher als erwartet: Bei der Toten handelt es sich um die sechzehnjährige Katherine Heaton, deren Verschwinden nie aufgeklärt wurde. Die Spuren reichen bis in die Gegenwart, bis in ein Labor, in dem wissenschaftliche Experimente mit dem gefährlichen Parvovirus durchgeführt werden. Tory und ihre Freunde infizieren sich – und erlangen dadurch eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit, die ihnen bei ihren Recherchen zugute kommt. Denn der Mörder von Katherine Heaton tut alles dafür, dass sein Verbrechen nicht ans Tageslicht kommt."


Kathy Reichs wollte mit ihrem ersten Jugendbuch „Virals“ einen spannenden Thriller mit Science-Fiction Elementen kreieren. Leider ist ihr dies überhaupt nicht gelungen. Es fängt damit an, dass sich der Leser die Umgebung überhaupt nicht vorstellen kann und sich dementsprechend in der Geschichte nicht zurechtfindet. Reichs versucht das Setting zu beschreiben, setzt dabei jedoch Wissen beim Leser voraus, das dieser überhaupt nicht haben kann. Für Reichs sind diese Erläuterungen ausreichend, denn sie hat die Welt in ihrem Kopf erschaffen. Sie weiß, wie es aussieht und wo sich die Charaktere gerade aufhalten. Dem Leser fehlt dieses Wissen jedoch leider.

ViralsZur fehlenden Orientierung kommen vollkommen unglaubwürdige und oberflächliche Charaktere dazu. Die Protagonisten in diesem Buch sind um die 13 Jahre alt. Dafür wirken sie an einigen Stellen viel zu erwachsen und haben ein Fachwissen, das meines Erachtens  viel zu unrealistisch dargestellt wurde. Außerdem ist der Fachjargon gepaart mit gewollt hipper Jugendsprache. Ein totaler Reinfall. Schaut man sich dazu „Die Drei ???“, „TKKG“ oder „5 Freunde“ an, sind diese Geschichten doch um einiges authentischer. Da kann die Truppe um Tory bei weitem nicht mithalten. Und dafür, dass die Charaktere doch so erwachsen sein wollen, ist das Buch insgesamt viel zu kindlich geschrieben. Zu allem Übermut haben die Kinder auch noch übernatürliche Fähigkeiten erlangt. Sie sind also nicht nur hyperintelligent, sondern auch noch mit Superkräften ausgestattet. Das ist dann für meinen Geschmack doch etwas übertrieben. Die Zusammensetzung der Elemente ist erzwungen und nicht gut durchdacht. Es passiert auch einfach überhaupt nichts Spannendes. Die Charaktere machen immer das gleiche und begehen immer Hausfriedensbruch, was natürlich auch jedes Mal einwandfrei funktioniert.

 

Alles in Allem ist mir die Geschichte viel zu unrealistisch und plump. Die einzelnen Elemente passen überhaupt nicht zusammen und wirken erzwungen. Die Protagonisten sind übertrieben und unglaubwürdig. Ein nicht spannender Jugendthriller, der kindlich erzählt wird.Ich für meinen Teil werde die Reihe nicht weiter fortsetzen.



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