19. Januar 2017

Rainbow Rowell - Fangirl

© Pan Macmillan
Über das Buch:
Autorin: Rainbow Rowell 
Originaltitel: Fangirl 
Seiten: 480
Verlag: Pan Macmillan
Erschienen: 30. Januar 2014
Preis: 8,99€ (Taschenbuch); 16,99€ (Hardcover); 6,18€ (eBook)
ISBN: 9781447263227
Zum Buch
 

   Inhalt   
"Cath and Wren are identical twins, and until recently they did absolutely everything together. Now they're off to university and Wren's decided she doesn't want to be one half of a pair any more - she wants to dance, meet boys, go to parties and let loose. It's not so easy for Cath. She's horribly shy and has always buried herself in the fan fiction she writes, where she always knows exactly what to say and can write a romance far more intense than anything she's experienced in real life.
Without Wren Cath is completely on her own and totally outside her comfort zone. She's got a surly room-mate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words. And she can't stop worrying about her dad, who's loving and fragile and has never really been alone. Now Cath has to decide whether she's ready to open her heart to new people and new experiences, and she's realizing that there's more to learn about love than she ever thought possible. "


Nachdem mir "Eleanor & Park" von Rainbow Rowell so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt noch mehr von ihr lesen. Die Entscheidung fiel sehr schnell auf "Fangirl", da das Buch enorm in den Himmel gelobt wird. Aber wie das manchmal so ist, waren meine Erwartungen viel zu hoch, sodass die Geschichte sie einfach nicht treffen konnte. 
Es geht in der Geschichte um Cath, die mit ihrer Zwillingsschwester, zur Uni geht und dort mit allen möglichen Dingen konfrontiert wird, die Jugendliche nun mal durchleben. Leider sind befindet sich nichts davon in ihrer Komfortzone, was ihr das Leben an der Uni extrem erschwert. 
Und das ist auch schon das nervigste an diesem Buch, die Protagonistin. Sie leidet unter sozialen Ängsten, was mit Sicherheit für viele Menschen da draußen ein großes Problem ist. Teilweise kann ich die Ängste von Cath auch nachvollziehen. Allerdings ist ihr Verhalten einfach übertrieben dargestellt. Ich hatte leider kein Verständnis für sie. Es fängt damit an, dass sie sich die erste Woche nur von Proteinriegeln ernährt, weil sie nicht weiß, wo die Kantine ist. Cath ist ziemlich anstrengend. Sie möchte ihre Situation aber auch überhaupt nicht ändern. Es liegt ihr nichts daran bzw. sieht sie nicht mal ansatzweise ein, dass sie ein Problem hat, woran sie arbeiten sollte. Sie versteckt sich lieber in ihrer Fanfiction-Welt. Bis zu einem gewissen Punkt ist das auch vollkommen in Ordnung. Da wären wir aber auch schon beim zweiten Aspekt, der mich sehr gestört hat.  Bei der Geschichte, zu der Cath Fanfictions schreibt, handelt es sich um eine Möchtegern Harry Potter Geschichte. Manche Kapitel aus dem Original oder ihrer Fanfiction darf man dann als Leser auch lesen. Empfand ich persönlich jedoch als sehr störend, da es die eigentliche Geschichte um Cath immer wieder unterbrochen hat. Zudem waren diese Stellen sehr langweilig, sodass ich sie irgendwann übersprungen habe. 
Generell passiert in diesem Buch auch überhaupt nichts. Kleine Veränderungen in Caths Verhalten sind schon spürbar, aber bahnbrechend ist das Ganze nicht. Wie sollte auch mehr passieren, wenn sie sich so gegen Veränderung sträubt. Auch die restlichen Charaktere sind überspitzt und nervig. Insgesamt sind sie alle sehr merkwürdig, jeder auf seine eigene Art und Weise. 
 
Für mich war "Fangirl" ein totaler Reinfall. Die Charaktere waren anstrengend und machten überhaupt keine Entwicklung durch. Die Handlung war mehr öde, als alles andere, weil einfach nichts passiert. Die Beziehung zwischen den einzelnen Personen sind auch mehr als fragwürdig und getoppt wird das alles noch durch unnötige Einzüge einer anderen Geschichte, die zur Handlung an sich nichts beiträgt. Vielleicht muss man Fanfictions mögen und lesen, um damit in diesem Zusammenhang etwas anfangen zu können. Das kann durchaus sein. Ich war irgendwann ein bisschen genervt. Möchtet ihr unbedingt ein Buch von Rainbow Rowell lesen, dann greift lieber zu "Eleanor & Park".




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