16. Februar 2017

Filmkritik - Split

Bildergebnis für split film poster
© Universal
Über den Film
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Split
Jahr: 2017
Länge: 118 Minuten
Genre: Psychothriller
FSK: 16
DVD/ Blu-Ray

    Handlung    
Das Leben von Casey, Claire und Marcia nimmt plötzlich eine unerwartete Wendung, als sich von einem fremden Mann entführt werden. Er sperrt sie ein und schnell wird klar, dass ihr Entführer Kevin alles andere als gewöhnlich ist. Kevin leidet unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung und teilt seine Psyche mit 23 anderen Personen. Nie wissen die jungen Frauen, wem sie als nächsten gegenüberstehen. Wer ist die eine Persönlichkeit, die sie befreien kann und was hat es mit der 24. bisher unbekannten Kreatur zu tun? Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

Der Trailer zu Split hat mich sofort angesprochen und mir war klar, dass ich diesen Film unbedingt sehen muss. Psychische Krankheiten finde ich generell enorm interessant und ich finde auch immer sehr spannend, was daraus für Geschichten entstehen können. 
Leider war der Trailer schon das Beste am Film. Er verrät leider schon alle Schlüsselszenen, sodass es keinen Überraschungseffekt mehr gibt. Langweilig war Split dadurch zwar nicht, aber es hat das gewisse Etwas gefehlt. Man hat sich nicht gegruselt oder saß angespannt im Kinosessel, weil man es nicht mehr aushalten konnte. 
Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass etwas Herausragendes geschieht. Doch jedes Mal, wenn es soweit war und die Geschichte einen Höhepunkt hatte, war es dann doch bloß wieder eine Szene, die schon im Trailer gezeigt wurde. 
Selbst die Wendung am Ende mit der ominösen 24. Persönlichkeit bot keinen Wow-Moment. Das fand ich sehr schade, denn ansonsten wäre der Film wirklich gut gewesen. Besonders James McAvoy spielt seine Rollen brillant. Er arbeitet lediglich mit Mimik und Gestik und die Zuschauer wissen sofort, welche Persönlichkeit gerade ans Tageslicht kommt. 
Das Setting ist ebenfalls gelungen. Die Umgebung ist sehr düster gehalten und bietet James McAvoy genau den Raum, den er für seine gespielten Persönlichkeiten benötigt. Die Räumlichkeiten setzen seine schauspielerische Darstellung ins perfekt Licht. 
Neben der Gefangenschaft der Mädchen und der Persönlichkeitsstörung von Kevin, gibt es einige Einspieler, in denen die Vergangenheit von Casey näher beleuchtet wird. So wird allmählich eine Verbindung zwischen Kevin und Casey deutlich und lässt das Ende erahnen. Diese Verknüpfung hat in das Gesamtbild gepasst, aber war im Endeffekt auch nicht wirklich überraschend. 
Ebenso wenig wie die Wendung, wenn man es denn so bezeichnen kann. Die habe ich nämlich nicht verstanden bzw. konnte sie auch gar nicht verstehen. Dazu fehlte mir das nötige Vorwissen. So gab es für mich auch in diesem Punkt keinen Mind-Fuck-Moment. 
Alles in Allem ist Split ein sehr guter Film in Bezug auf Setting, Charaktere und schauspielerische Leistung der Darsteller. Das passt wirklich alles grandios zusammen. Wenn ich jetzt den Trailer nicht gesehen hätte, hätten die wichtigen Szenen besser auf mich wirken können, wodurch mit Sicherheit eine gewisse Spannung entstanden wäre. Ich kann euch also nur wärmstens ans Herz legen, den Trailer NICHT anzuschauen, weshalb ich ihn auch diesmal nicht verlinken werden. Wenn euch die Thematik interessiert, dann lasst euch einfach überraschen. In diesem Fall werdet ihr es definitiv nicht bereuen.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen