19. Februar 2017

Michael Nast - Generation Beziehungsunfähig

Generation Beziehungsunfähig
© Edel
Über das Buch
Autor: Michael Nast
Originaltitel: Generation Beziehungsunfähig
Seiten: 240 
Verlag: Edel 
Erschienen: 15. Februar 2016
Preis: 14,95 (Taschenbuch); 11,99 (eBook)
ISBN: 9783841904065
Zum Buch 


    Inhalt    
"Michael Nast steht schon jetzt für ein Lebensgefühl. Der gebürtige Berliner berührt und bewegt mit seinen Kolumnen im Internet bereits Millionen von Lesern. Seine Texte werden geteilt und geliked, seine Lesungen sind regelmäßig ausverkauft. In seinem neuen Buch "Generation Beziehungsunfähig" bringt Nast die Dinge auf den Punkt und beschreibt unvergleichlich charmant die Stimmung seiner Generation: Weshalb wir uns gegenseitig als beziehungsunfähig bezeichnen, wie tinder unsere Partnersuche verändert und warum wir uns immer wieder selbst in den Mittelpunkt stellen, ohne Rücksicht auf Verluste. "Generation Beziehungsunfähig" hält uns einen Spiegel vor ohne zu urteilen, sondern ermutigt zur Selbstreflexion. Ein augenöffnendes wie anregendes Buch, das sich liest wie ein Gespräch mit dem besten Freund."


Generation Beziehungsunfähig ist eine Zusammenstellung von Kolumnen, die Michael Nast im Laufe der Jahre über seine Generation verfasst hat. Darin geht es eben um gleichnamige Generation und wieso sie in Sachen Liebe und Job so ist, wie sie ist. Welche Ansichten und Lebensgewohnheiten sie besitzen.
Dabei erzählt er aus seinem eigenen Leben, bezieht gleichzeitig jedoch auch die Erlebnisse seiner Bekannten und Freunde mit ein. Dadurch entsteht ein bunter Mix aus unterschiedlichen Perspektiven und Personen. 
Es handelt sich demnach nicht um einen Roman, der Protagonisten und einen Handlungsstrang besitzt. Aber auch ein Sachbuch oder Ratgeber sollen die Kolumnen nicht darstellen. Die Einordnung von "Generation Beziehungsunfähig" erweist sich, wie ihr seht, als etwas schwieriger.
Das Buch dient viel mehr als Einblick in das vermeintlich wahre Leben. Michael Nast fungiert hier als Beobachter und stützt seine Aussagen auf eben diesen Beobachtungen. Er erzählt seine Geschichten und Erlebnisse auf sehr lockere Art und Weise, wodurch es sich wahrscheinlich anfühlt wie "ein Gespräch mit dem besten Freund". Der Schreibstil war in der Tat sehr angenehm und gab das Gefühl, dass Michael Nast einem direkt gegenübersitzt. 

"Wir wollen ewige Verliebtheit und Selbstaufgabe und verzweifeln dann an der Erkenntnis, dass das Leben eben nur sehr selten einem Film ähnelt" - S. 65

Ich weiß jedoch nicht, was das Buch bewirken soll. Ob es Denkanstöße geben soll oder nicht. Ich konnte nicht viel aus der Lektüre mitnehmen. Vielleicht war ich auch einfach die falsche Zielgruppe, denn viele Dinge kann ich für mich und mein Umfeld einfach nicht bestätigen. Dementsprechend gab es keine hohe Identifikation meinerseits. Daher rührte vermutlich die fehlende Unterhaltung. Ich war nach beenden des Buches nicht schlauer als vorher. Es hatte keinerlei Mehrwert für mich.

Von "Generation Beziehungsunfähig" hätte ich mir mehr Humor gewünscht. Es war insgesamt eher eintönig und selten konnte ich dem Autor in seinen Aussagen zustimmen. Wer weiß, vielleicht ist es wirklich nur verständlich für Personen, die sich in der gleichen Generation wie er befinden. Ich fand das Buch okay, mehr aber auch nicht. Eine Leseempfehlung kann ich daher nur bedingt aussprechen. Es war nicht herausragend unterhaltsam und leerreich schon gar nicht. Ich kann euch nicht sagen, was es bewirken oder auslösen soll. Wenn ihr euch ein eigenes Bild von dem Buch verschaffen wollt, dann leiht es euch vielleicht aus, damit ihr nachher nicht enttäuscht seid. Ihr verpasst allerdings auch nichts, wenn ihr "Generation Beziehungsunfähig" nicht lest.

© Michael Nast/ Edel





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