19. März 2017

Helmut Treubel - LiebesLeben

© Catrin Sommer, Helmut Treubel

Über das Buch
Autor: Helmut Treubel
Originaltitel: LiebesLeben
Seiten: 297
Verlag: Mainwunder
Erschienen: 01. November 2016
Preis: 1,99€ (eBook); 8,24€ (Taschenbuch); 6,99€ (Hardcover)
ISBN: 978-3981823905


*Rezensionsexemplar*

    Inhalt    
"In diesem bewegenden Buch über die Sehnsucht nach dem Ich und einem Leben, das sich seinen Weg aus dem Inneren an die Oberfläche bahnte, schreibt der Autor fern jeglicher hochtrabender Philosophie über Liebe und Leben, Hass und Verzeihen, Sein und Werden und allem, was in ihm ist und was nicht in ihm ist. Können wir mehr sein als der, von dem wir dachten, dass wir das sind? Der Autor stellt sich Fragen, die sich alle Menschen einmal stellen: 'Kann ich lieben?', 'Bin ich liebenswert?' Und wie gehen wir mit dem Wunsch, geliebt zu werden, um? In seinem Buch ist er dabei so schonungslos ehrlich zu sich selbst und dem Leser, bewegend wie ergreifend kommt er zart daher und vermag doch das wahre Sein des Lesers, das, was er nur erahnt, das in ihm steckt, von innen nach außen zu kehren."

An dieser Stelle würde ich euch sehr gerne eine Zusammenfassung des Inhaltes mit meinen eigenen Worten geben. Da ich den Sinn des Buches jedoch nicht erkennen konnte, müsst ihr euch leider erstmal nur mit dem Klappentext zufriedengeben.

Ihr könnt es vielleicht schon erahnen, wie ich das Buch finde, wenn ich nicht mal schaffe, den Inhalt mit eigenen Worten wieder zu geben. Da fängt das Problem nämlich auch schon an. Ich habe eine Seite gelesen und wusste nicht, worum es geht. Ich habe die Seite erneut gelesen, doch Besserung trat nicht ein. Und so ging es die ganze Zeit weiter. Jedes mal wenn ich das Buch zugeklappt habe, wusste ich überhaupt nichts mehr von dem Inhalt. Und das darf nicht sein, denn dann kann man sich das Lesen sparen und dafür zu einem anderen Buch greifen. 
Woran lag es aber nun, dass ich den Inhalt so überhaupt nicht greifen konnte? Zum einen waren die einzelnen Sätze so enorm lang und verschachtelt, dass ich am Ende des Satzes, den Anfang schon wieder vergessen habe. Zum anderen bekommt man eine pure Aneinanderreihung von willkürlichen Sätzen, die überhaupt keinen Zusammenhang ergeben. Zwischendurch darf man sich dann noch Gedichte durchlesen, die, wenn sie alleine stehen, bestimmt schön sind, in die Geschichte aber einfach nicht reinpassen, weil sich die Verbindung zum Inhalt nicht erschließt. Insgesamt war für mich kein roter Faden und keine Struktur erkennbar. Was möchte mir der Autor sagen? Das war die andauernde Frage, die in meinem Kopf umhergeschwirrt ist. 
Hinzu kommt ein sehr anstrengender und nervenraubender Schreibstil. Es beginnt mit diesen furchtbar langen Schachtelsätzen und endet mit der philosophischen Sprache. Mir war bewusst, dass die Art des Buches anders sein wird, als bei einem Roman. Aber folgender Satz aus dem Klappentext ließ vermuten, dass es dennoch verständlich sein würde: "[...] schreibt der Autor fern jeglicher hochtrabender Philosophie über Liebe und Leben [...]". Vielleicht irre ich mich, aber ich verstehe es so, dass es eben nicht super philosophisch geschrieben ist. Aber genau das war es leider. Ich habe mich gefühlt, wie im Philosophieunterricht in der Schule, wo ich die Texte mehrfach lesen musste, bis klar wurde, was sie aussagen wollten. Und somit kann man dieses Buch hier auch leider nicht an einem Stück lesen. Man muss es quasi auseinanderbrechen und wie ein Puzzle mit 1000 Teilen neu zusammensetzen. Dafür habe ich aber leider keine Zeit und keine Geduld. Außerdem waren meine Erwartungen an den Schreibstil vollkommen anders. 

Ich bin mir sicher, dass der Grundgedanke und die Botschaft von "LiebesLeben" toll ist und einen echten Mehrwert für den Leser mit sich bringt. Die Botschaft konnte mich jedoch absolut nicht erreichen, weil der Schreibstil zu anstrengend und unstrukturiert war. Wer Zeit und Lust hat, sich so intensiv mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Der kann sein Glück gerne mal mit diesem Buch versuchen. Wer aber eine verständliche und leicht zu lesende Lektüre möchte, sollte einen weiten Bogen um das Buch machen. 




*Vielen lieben Dank an Blogg dein Buch und Helmut Treubel 
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars*


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