29. Dezember 2017

[Rezension] Sebastian Fitzek - Das Paket

Das Paket - Sebastian Fitzek
© Droemer Knaur
Über das Buch
Autor/in: Sebastian Fitzek
Originaltitel: Das Paket
Seiten: 368
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 26. Oktober 2016
Preis: 19,99€ (Hardcover); 14,99€ (eBook); 10,99€ (Taschenbuch)
ISBN: 978 3 426 44008 7
Zum Buch

    Inhalt    
"Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt. "

• Selbst für Sebastian Fitzek viel zu wirr und unrealistisch •



Das Buch begann direkt enorm spannend, sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es versprach also ein richtig guter Psychothriller zu werden, der sofort Fahrt aufnimmt. Im Endeffekt war es jedoch der bisher schlechteste Roman von Fitzek, den ich gelesen habe. 
Ab einem gewissen Punkt wurde die Handlung so grotesk und absurd, dass sie einfach an Authentizität verloren hat. Natürlich darf ein Thriller übertrieben und weit hergeholt sein. Er muss auch nicht unbedingt immer hundertprozentig realistisch sein. Aber die Geschichte sollte dennoch glaubwürdig sein und einen roten Faden haben. "Das Paket" war jedoch eine bloße Aneinanderreihung von sinnlos miteinander verbundenen Szenen. Die Geschehnisse waren so wirr und unpassend, sodass sich mir absolut kein Gesamtbild erschlossen hat. 
Ich konnte auch die Gedankengänge von Emma nicht nachvollziehen. Ja, sie hat ein Trauma erlitten und sich in diese Situation hineinzuversetzen ist wahrscheinlich kaum möglich. Aber sie hat die Probleme quasi selbst heraufbeschworen. Ich wollte sie ständig an den Schultern fassen und schütteln, so dämlich waren ihre Handlungen. Die Fährten, die gelegt wurden, waren so unfassbar auffällig. Man wusste als Leser schon, dass das nicht die Lösung sein wird. Das Ende war dann zwar unerwartet, allerdings auch überhaupt nicht passend und nachvollziehbar. Es war alles so willkürlich und der Schluss wirkte eher so, als müsste da jetzt noch unbedingt was Spektakuläres kommen, weil schon so viele falsche Fährten gelegt wurden. 
Was mich allerdings auch gestört hat, war das Paket, welches letztendlich nur eine Nebenrolle gespielt hat. Der Fokus wird so sehr auf dieses Objekt geworfen und im Endeffekt kommt es kaum vor. Da habe ich mir viel mehr erhofft. 
Die einzelnen Cliffhänger, am Ende eines jeden Kapitels, sorgen dennoch dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann und immer weiter liest. Frei nach dem Motto "nur noch ein Kapitel". 
Die Geschichte beginnt spannend und mitreißend, verliert sich dann jedoch auch relativ schnell wieder. Die Handlungsstränge ergeben zusammen keinen Sinn und wirken unglaubwürdig. Alles ist so wirr zusammen gekettet. Vollkommen absurde Geschehnisse. 
Die Aufmachung als Paket ist zwar sehr gelungen, sein Geld allerdings kaum wert. Um das Paket geht es im Buch kaum und der Inhalt ist leider sehr enttäuschend. Von "Thrill Inside" kann wirklich nicht die Rede sein. 





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