20. Januar 2018

[Rezension] Stefanie Hasse - Schicksalsbringer

© Loewe

Über das Buch
Autor/in: Stefanie Hasse
Originaltitel: Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung
Seiten: 416
Verlag: Loewe
Erschienen: 24. Juli 2017
Preis: 16,95€ (Hardcover); 9,99€ (Taschenbuch)
ISBN: 978 3 7855 8569 6
Zum Buch


   Inhalt   
Kiera besitzt seit ihrer Kindheit diese eine besondere Münze, die ihr eines Tages eine unglaubliche Gabe schenken wird. Von dieser Macht erfährt sie allerdings erst Jahre später. Und plötzlich wird sie zum Schicksalsbringer auserwählt. Von nun an kann sie das Schicksal von sich und anderen bestimmen. Dieser Aufgabe scheint Kiera überhaupt nicht gewachsen und versucht vor ihren Pflichten davon zu laufen. Damit bringt sie das Gerüst gewaltig zum Wackeln.  Nicht nur das, alle bisher bekannten Regeln scheinen nicht mehr zu gelten. Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Zu allem Überfluss tauchen auch noch die Zwillingsbrüder Hayden und Phoenix auf, die irgendetwas zu verheimlichen haben. Wem kann sie trauen? Und warum fühlt sich Kiera so zu Phoenix hingezogen? 

• Lockere und jugendliche Geschichte, die jedoch nicht ganz ausgereift ist. •


"Schicksalsbringer" ist ein gewöhnlicher Jugendroman, wie man sich ihn vorstellt. Teenager, die ihre Gefühle nicht unter Kontrolle haben und ein Liebesdrama, umhüllt von übernatürlichen Kräften. Und das alles verpackt in einem leichten, angenehmen Schreibstil. Mehr bietet dieses Buch leider nicht. Ich hatte mir viel davon versprochen, weil ich die Idee mit dem Schicksal zu spielen, so noch in keinem Buch gelesen habe. 
Diese Teile der Geschichte waren auch wirklich großartig. Wie Stefanie Hasse die Zusammenhänge beschreibt war wirklich gut. Und trotz dieser nicht greifbaren Thematik, konnte ich mir alles wunderbar bildlich vorstellen. Allerdings nahm die Liebesgeschichte für meinen Geschmack zu viel Platz ein. Ich hätte den Fokus lieber mehr auf der Münze und ihrer Macht gehabt. Die Momente zwischen Kiera und Phoenix waren für mich meistens einfach nur fremdschämend. Vielleicht bin ich einfach mittlerweile zu alt für solche Jugendbücher. Aber der Funke ist bei mir nicht übergesprungen. Jedes Mal, wenn etwas Aufregendes passiert und die Geschichte Fahrt aufnimmt, wird das Ganze schnell von der Liebelei ausgebremst. Ansonsten war die Handlung trotzdem ganz gut. 
Was den Lesefluss allerdings enorm ins Stocken brachte, waren die fehlenden bzw. nicht richtig ausgearbeiteten Übergängen zwischen den einzelnen Szenen. In dem einem Moment befinden sich die Personen an Ort A und im nächsten an Ort B. Das war sehr verwirrend und sprunghaft. Da hoffe ich im zweiten Band auf eine detailliertere Ausarbeitung. Generell hätten die einzelnen Szenen gerne tiefgründiger beschrieben werden können. So war alles nur sehr oberflächlich und dafür zu viele Elemente, die eingebaut wurden. 
Es handelt sich hierbei um ein durchschnittliches Jugendbuch, dass einen angenehmen Schreibstil hat. "Schicksalsbringer" ist trotz seiner spannenden Thematik kein herausragendes Werk. Die Übergänge fehlen teilweise und die Liebesgeschichte ist meiner Meinung nach nicht authentisch genug. Alles in allem kann man das Buch aber auf jeden Fall zwischendurch mal lesen. Ich werde dem zweiten Teil auch eine Chance geben, mich zu überzeugen, denn in Band I bleiben noch ein paar Fragen offen. 




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Kommentare:

  1. Hallo Lisa,

    vielen Dank für das Verlinken meiner Rezension, ich habe absolut nichts dagegen. :)
    Eine wirklich schöne Rezension! Deine Kritikpunkte kann ich nachvollziehen.
    Wünsch dir einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Hallo Katja, danke für deinen Kommentar :) Liebe Grüße Lisa

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