4. Februar 2018

[Rezension] S.K. Tremayne - Stiefkind

9783426516621
© Knaur

Über das Buch
Autor/in: S.K.  Tremayne
Originaltitel: The Fire Child
Seiten: 400
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 01. Dezember 2016
Preis: 9,99€ (eBook, Taschenbuch, Hörbuch); 14,99€ (Paperback);  
ISBN: 978 3 426 51662 1
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     Inhalt     
Cornwall im Südwesten von England wird ab nun ihr neues Zuhause sein. In dem riesigen Anwesen an der düsteren Küste wird Rachel nun mit ihrem neuen Ehemann David Kerthen und seinem Sohn Jamie wohnen. Noch fällt es ihr nicht so leicht, sich einzugewöhnen. War es doch in London immer viel lauter und hektischer. Hier an der Küste ist es viel ruhiger. Sie steht vor einer Herausforderung für Jamie eine tolle Stiefmutter zu sein. Doch der kleine Junge ist traumatisiert von dem Tod seiner Mutter vor wenigen Jahren. Sie erlitt einen tragischen Tod in der überfluteten Zinngrube. Jamie macht ihr die Eingewöhnung nicht gerade leicht und benimmt sich plötzlich sehr merkwürdig. Er redet die ganze Zeit davon, dass Rachel an Weihnachten sterben wird und seine Mama zurückkommt. Es geschehen merkwürdige Dinge auf dem Kerthen Anwesen und Rachel beginnt bald an ihrem Verstand zu zweifeln. 

• Düsterer und ruhiger Psychothriller, bei dem man Gänsehaut bekommt • 

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"Stiefkind" beginnt relativ ruhig. Der Leser lernt die Protagonistin Rachel und ihre neue Situation kennen. Hin und wieder werden Fakten aus ihrer Vergangenheit eingeworfen. Hauptsächlich befinden wir uns allerdings in der Gegenwart. Die meiste Zeit ist Rachel alleine in dem riesigen Haus, was schon der erste Gruselfaktor ist. Alleine die Vorstellung, alleine dort zu sein, macht mich wahnsinnig. Dieses Gefühl schafft der Autor durch seine zwar detaillierten aber nicht öden Umgebungsbeschreibungen. Grundsätzlich mag ich es eigentlich nicht so, wenn der Fokus so stark auf Beschreibungen von Räumen oder der Landschaft ist. Doch in diesem Fall passt es perfekt, denn es ist genau diese Stimmung, die das Buch so spannend und nervenaufreibend macht. S.K. Tremayne weiß genau, welche Farbgebung, Geräusche und Landschaftsdetails er genau in diesem Moment näher erläutern muss, um die perfekt Atmosphäre zu schaffen. Es ist also insgesamt ein sehr ruhiger Thriller, der ohne viel Drama und Action auskommt. 
Anfangs war es etwas zu langsam. Bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, dauert es schon so ca. die ersten 150 Seiten. Doch dann geht es erst richtig los. Jamie wird immer komischer und selbst der Leser weiß nicht mehr, was er glauben soll. Ist es etwas Paranormales? Spielt Rachels Psyche verrückt? Und wem soll man trauen? 
Es folgen mehrere Plottwist, die dafür sorgen, dass man seine eigenen Theorien über Bord wirft.  Der Autor spielt nicht nur mit der Psyche von Rachel, sondern auch mit den Lesern und trickst diese aus. Er legt dabei allerdings keine falschen Fährten oder hinterlässt auffällige Spuren. Das alles geschieht zwischen den Zeilen. Der große Clou folgt dann zum Schluss und haut einen um. Ich habe mit vielem gerechnet, aber das Ende war schockierend. In keiner Sekunde hatte ich diese Auflösung im Kopf. 
Das endgültige Ende ist für meinen Geschmack etwas zu viel Happy End, wenn man da mal das Ende von "Eisige Schwestern" vergleicht. Aber nichtsdestotrotz fügt sich die Schlussszene gut in das Gesamtbild ein. 


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Wem "Eisige Schwestern" von S.K.Tremayne gefallen hat, der wird auch Gefallen an seinem neuen Roman "Stiefkind" finden. Die Stimmung ist sehr düster und bedrückend. Der Thriller ist sehr ruhig und geht einem bis ins Knochenmark. Dieses mulmige Gefühl beim Lesen bereitet sich immer weiter im gesamten Körper aus. Die Wendungen sind nicht vorhersehbar. Der Leser wird mehr als einmal überrascht. Es dauert ein bisschen, bis die Geschichte ins Rollen kommt, doch dann ist es ein wirklich gelungener Psychothriller, der ohne viel Schnick Schnack auskommt. 


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Tintenhain
KeJas Buchblog



1 Kommentar:

  1. Hab dir schon bei meiner Rezi geantwortet und hier erstmal ein Danke fürs Verlinken!

    Mich konnte das Buch leider nicht so abholen wie dich, stimme dir aber zu das er gekonnt Unsicherheiten geschaffen hat, worauf die Geschichte hinauslaufen wird.

    Hab einen feinen Sonntag!

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